• Neue Anträge für kostenloses Schulessen Jakobs übernimmt Vorschlag von Schubert

Potsdam : Neue Anträge für kostenloses Schulessen Jakobs übernimmt Vorschlag von Schubert

Für die Essensausgabe an den Schulen soll es neue Regelungen geben.
Für die Essensausgabe an den Schulen soll es neue Regelungen geben.Foto: A. Klaer

Kostenloses Schulessen für Kinder aus sozial besonders bedürftigen Familien soll ab dem kommenden Schuljahr einfacher beantragt werden können. Die Verwaltung teilte gestern mit, dass sich auf den Anträgen für ein ermäßigtes Essen künftig auch eine Option „Härtefall“ finden soll, mit der die Eltern ihre Kinder ganz von einer Zuzahlung befreien können. Bislang mussten Eltern sich extra bei der Schulleitung melden und sagen, dass sie so wenig Geld haben, dass sie selbst Essen für einen Euro pro Tag nicht bezahlen können. Die Anregung hatte Potsdams SPD-Chef und Landtagswahlkämpfer Mike Schubert gemacht, sein Parteikollege und Oberbürgermeister Jann Jakobs nannte die Idee gestern „stimmig“.

Gleichzeitig befeuerte Jakobs den Streit in der Potsdamer Linken zum Umgang mit der nun umgesetzten Idee. Jakobs sagte: „Ich begrüße in diesem Zusammenhang auch die Beschlüsse der Linken-Landespartei und die offene Unterstützung aus der Stadtfraktion.“ Wie berichtet, hatten sich der Linken-Stadtverordnete Pete Heuer und ein Fraktionskollege explizit für die Idee von Schubert ausgesprochen. Damit hatten sie sich gegen Linke-Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg gestellt, der die SPD-Idee als Kosmetik ablehnt und generell kostenloses Essen für Kinder aus Hartz-IV-Familien fordert. Gestern sagte Scharfenberg, er fürchte, dass weiter nur wenige bedürftige Kinder in den Genuss von Gratis-Essen kommen.

Derweil hat der amtierende Linken-Kreisvorsitzende Günther Waschkuhn seinen Vorgänger Heuer heftig kritisiert. Dessen Meinung zum Schulessen sei eine „Einzelposition“, damit stelle sich dieser „außerhalb der Partei“, so Waschkuhn. Er empfehle Heuer das Studium des Kommunalwahlprogramms der Potsdamer Linken vom vergangenen Jahr. Heuer dagegen beruft sich dagegen auf das aktuelle Wahlprogramm der Brandenburgisches Landespartei.HK