• Neue Aktion für den Klimaschutz: Fridays-for-Future protestiert am Rechenzentrum

Neue Aktion für den Klimaschutz : Fridays-for-Future protestiert am Rechenzentrum

Fridays for Future startet eine neue Protestaktion am Potsdamer Rechenzentrum. Eine von den Klimaschützern in Auftrag gegebene Studie zeigt, wie Deutschland bis 2035 klimaneutral werden kann.

Mit einem Banner protestieren die Potsdamer Anhänger von Fridays-for-Future am Rechenzentrum.  
Mit einem Banner protestieren die Potsdamer Anhänger von Fridays-for-Future am Rechenzentrum.  Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Mit einer Banneraktion am Rechenzentrum machen die Potsdamer Anhänger von Fridays for Future am Dienstag darauf aufmerksam, dass es in Deutschland möglich ist, bis 2035 klimaneutral zu werden. Die Annahme beruht auf einer von Fridays for Future in Auftrag gegebenen Studie, die auch aufzeigt, wie das Ziel erreicht werden kann. 

Durchgeführt wurde die am Dienstag veröffentlichte Studie vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass das Erreichen der Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 aus technischer und ökonomischer Sicht zwar anspruchsvoll, aber möglich sei. "Die Studie zeigt, dass in allen Sektoren Möglichkeiten gegeben sind, eine gegenüber den Zielsetzungen der Bundesregierung deutlich beschleunigte Transformation hin zu Treibhausgasneutralität umzusetzen", schreiben die Forscher im Fazit des Studienberichts. 

Die Studie zeige aber auch, welche umfangreichen Hemmnisse damit verbunden seien. Als wichtigste Maßnahmen nennt das Institut unter anderem den verstärkten Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, den Umbau der Produktionsprozesse vieler Grundstoffindustrien und eine beschleunigte energetische Gebäudesanierung.

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Der Kohleausstieg bis 2038 ist zu spät

Ein Kohleausstieg bis 2038 sei dafür aber zu spät, resümieren die Fridays-for-Future-Anhänger. Neben Potsdam finden daher auch in einigen anderen deutschen Städten Aktionen der Klimaschützer statt. Sie prangern die Untätigkeit von Wirtschaft und Politik an und fordern die Bundesregierung auf, alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Klimaziele zu erreichen.

Genauso fordern sie die Parteien auf, die Ziele in ihre Wahlprogramme aufzunehmen. Die Klimaschützer kritisieren außerdem, dass sowohl der Brandenburger Landtag als auch die Stadt Potsdam zu langsam handeln und fordern eine schnelle Umsetzung des Masterplans Klimaschutz. Zuletzt fand eine von Fridays for Future organisierte Demonstration mit etwa 1000 Klimaschützern Ende September in Potsdam statt.

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