• Nahverkehr in Potsdam: Elf neue Dieselbusse bestellt

Nahverkehr in Potsdam : Elf neue Dieselbusse bestellt

Im Sommer sollen in Potsdam neun neue Gelenkbusse im Linienverkehr fahren. Der Verkehrsbetrieb hat nun den Auftrag an den Hersteller MAN erteilt. Wahrscheinlich bleibt es nicht dabei.

ViP Bus am Potsdamer Hauptbahnhof.
ViP Bus am Potsdamer Hauptbahnhof.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Potsdams Verkehrsbetrieb (ViP) soll elf neue Dieselbusse bekommen. Das wurde auf der europäischen Vergabeplattform veröffentlicht. Mit den neuen Bussen sollen bis 2022 schrittweise ältere Fahrzeuge ersetzt werden. Die Gelenkbusse sollen 18 Meter lang sein und vier Türen haben.

Ein entsprechender Auftrag wurde an den Hersteller MAN vergeben. Allerdings war die Konkurrenz überschaubar: Es gab insgesamt zwei Bieter. Ursprünglich hatte die Anfang vergangenen Jahres gestartete Ausschreibung die Lieferung der ersten sechs Fahrzeuge im Jahr 2020 gefordert. Doch daraus ist offenbar nichts geworden. "Voraussichtlich sollen die Busse im Juni/Juli 2021 geliefert werden", heißt es nun vom Verkehrsbetrieb. "Falls keine coronabedingten Verzögerungen eintreten."

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Außerdem war in der Ausschreibung die Rede von einer Option auf drei weitere Busse im Juni 2021. Die sollen nun ebenfalls im Juni oder Juli 2021 geliefert werden, teilte der Verkehrsbetrieb auf PNN-Anfrage mit. Für eine weitere Option auf zwei Busse im Jahr 2022 gebe es hingegen noch keinen Termin.

Die Ausschreibung war seinerzeit auch auf Kritik gestoßen, weil der ViP weiterhin auf den konventionellen Antrieb setzt. Die Potsdamer Grünen sprachen von einer Investition in Millionenhöhe, die das Stadtklima auf Jahre belasten wird. 

Der Verkehrsbetrieb hatte die Entscheidung damit gerechtfertigt, dass bisher getestete Elektro- oder Hybridbusse auf Grund mangelnder Reichweite und fehlender Ladeinfrastruktur nicht im Linienbetrieb eingesetzt werden konnten. Außerdem seien Busse mit alternativem Antrieb 1,5 bis 2-mal so teuer. Dieselbusse dieser Größenordnung kosten zwischen 300.000 und 400.000 Euro. Vom Verkehrsbetrieb hieß es, die Kosten lägen diesmal am oberen Ende dieser Spanne.

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