• Nach Wohnungsbrand am Stern: Feuerwehr bekämpft Glutnester
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Nach Wohnungsbrand am Stern : Feuerwehr bekämpft Glutnester

Die Feuerwehr rückte am Sonntag erneut in die Potsdamer Lilienthalstraße aus. Der Brand am Freitag hatte mehrere Wohnungen unbewohnbar gemacht.

Mehrere Balkone des Mehrfamilienhauses wurden zerstört.
Mehrere Balkone des Mehrfamilienhauses wurden zerstört.Foto: Kay Grimmer

Potsdam - Ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus im Potsdamer Wohngebiet Am Stern hat am Freitag massive Schäden angerichtet. Der Brandherd lag nach Angaben einer Polizeisprecherin in einer Wohnung in der Lilienthalstraße. Das Feuer breitete sich dann auf umliegende Wohnungen aus. 

Am Sonntag rückte die Feuerwehr erneut am Brandort an, weil sich in einer Zwischendecke noch Glutnester an einer sehr schwer erreichbaren Stelle befanden. Diese waren auf dem Wärmebild einer Drohne deutlich zu sehen. Das hatte die Feuerwehr auf Twitter mitgeteilt. Demnach waren 29 Einsatzkräfte in der Lilienthalstraße.

Vier Wohnungen unbewohnbar

Am Freitag waren rund 50 Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beschäftigt. Drei Aufgänge des Häuserblocks wurden geräumt. Eine Person wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann erlitt vermutlich eine Rauchgasvergiftung. 

Das Gebäude wurde stark beschädigt. Nach Angaben der Feuerwehr sind mindestens vier Wohnungen unbewohnbar. Nähere Erkenntnisse zur Brandursache lagen zunächst nicht vor. 

Auf Bildern, die die Feuerwehr auf Twitter veröffentlichte, ist zu sehen, wie die Flammen auf zwei übereinanderliegenden Balkonen in die Höhe schießen, dazu steigen dicke Rauchschwaden auf. Wie die Feuerwehr mitteilte, stürzten zwei Balkone ab, zwei weitere wurden stark beschädigt. 

Die Reste der Balkone wurden aus Sicherheitsgründen abgerissen. "Eine starke Böe hätte unkontrollierbare Auswirkungen gehabt", hieß es seitens der Feuerwehr. 

Denn nachdem Tief "Ylenia" am Donnerstag für zahlreiche Schäden gesorgt hatte, zog am Freitag der nächste Sturm über Potsdam auf. Das Orkantief "Zeynep" sorgte schließlich für mehr als 200 Feuerwehreinsätze in der Landeshauptstadt. Aufgrund der Wetterlage hatte die Feuerwehr den betroffenen Bereich in der Lilienthalstraße mit Unterstützung des Bauhofs abgesichert. (mit dpa)

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