• Nach Verstößen gegen Rodelverbot: Fast 300.000 Euro Schäden in den Parks der Schlösserstiftung
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Nach Verstößen gegen Rodelverbot : Fast 300.000 Euro Schäden in den Parks der Schlösserstiftung

Erst am Wochenende hatte die Schlösserstiftung auf das Rodel- und Eislaufverbot in den Welterbeparks hingewiesen. Doch viele Parkbesucher hielten sich nicht daran - und verursachten enorme Schäden.

Rodeln ist im Park Babelsberg offiziell verboten.
Rodeln ist im Park Babelsberg offiziell verboten.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Für das Wintervergnügen vieler Potsdamer muss die Schlösserstiftung in diesem Jahr viel Geld zahlen. Als vorläufige Schadenssumme nach dem Wintereinbruch nannte Stiftungssprecher Frank Kallensee am Mittwochabend auf PNN-Anfrage rund 294.000 Euro. In der Summe enthalten waren etwa 200 zerstörte Sträucher und Jungbäume á 25 Euro, was also 5000 Euro bedeutet. 

Auch 10.000 Quadratmeter Uferbereiche und 20.000 Quadratmeter Wiesenflächen müssten wieder hergerichtet werden, hier veranschlagt die Stiftung fünf Euro pro Quadratmeter. Für 6000 Quadratmeter beschädigte Wege- und Wegekanten werden insgesamt 90.000 Euro ausgewiesen, auch 800 Meter Blumenbeete werden mit 20.000 Euro angegeben. Die Rechnung betrifft alle drei großen Parks der Stiftung, also den in Babelsberg, den bei Sanssouci und den Neuen Garten.

Verboten. Die Schlösserstiftung sperrte Wege wie an den Eierbergen mit Flatterband.
Verboten. Die Schlösserstiftung sperrte Wege wie an den Eierbergen mit Flatterband.Foto: Andreas Klaer

Stiftung will mehr Wachmänner einsetzen

Wie berichtet hatte es bereits am Wochenende auch in den sozialen Netzwerken heftige Debatten gegeben, nachdem die Stiftung wiederholt auf das Rodel- und Eislaufverbot in ihren Welterbeparks hingewiesen und zudem für den Sommer mehr Wachpersonal angekündigt hatte. Bereits am Dienstag hatte sich auch das für das Schloss Babelsberg verantwortliche Team in sozialen Netzwerken irritiert über das Verhalten von Besuchern gezeigt. 

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So seien empfindliche keramische Einfassungen der Rundbeete beschädigt und Strauchgruppen mit Schlitten zerfahren worden. "Babelsberg ist kein Freizeitpark, sondern ein Gartendenkmal von europäischem Rang, das besondere Achtung verdient", hieß es von dem Parkhütern. Auch unter diesem Beitrag fanden sich zahlreiche Kommentare für und gegen die Regeln der Parkordnung.


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