• Nach der Gewalttat im Oberlinhaus: Land: Bisher kein Zusammenhang von Arbeitssituation und Gewalttat

Nach der Gewalttat im Oberlinhaus : Land: Bisher kein Zusammenhang von Arbeitssituation und Gewalttat

Nach dem Gewaltverbrechen im Saldern-Haus sieht die Brandenburger Landesregierung bisher keinen Zusammenhang mit der Arbeit der tatverdächtigen Pflegekraft.

Oliver von Riegen
Das Thusnelda-von-Saldern-Wohnheim des Oberlinhauses in Babelsberg. 
Das Thusnelda-von-Saldern-Wohnheim des Oberlinhauses in Babelsberg. Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Nach dem gewaltsamen Tod von vier Bewohnern in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen in Potsdam sieht die Brandenburger Landesregierung bisher keinen Zusammenhang mit der Arbeit der tatverdächtigen Pflegekraft. Die turnusmäßige Kontrolle der Fachaufsicht einen Tag vor der Tat sei „klar positiv“ verlaufen, sagte der Referatsleiter Pflegepolitik und Heimrecht im Gesundheitsministerium, Ulrich Wendte, am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Brandenburger Landtags in Potsdam.

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„Von daher gibt es auch aus unserer Sicht überhaupt keine Anhaltspunkte, dass es Umstände in der Einrichtung gibt, die diese Tat verursacht oder auch nur begünstigt haben“, sagte der Referatsleiter. Er warnte davor, das Problem von Überlastung oder Gewalt in der Pflege im Zusammenhang mit der Tat zu thematisieren. „Wir wissen nicht, ob es irgendeinen Zusammenhang gibt zwischen der Arbeitssituation und diesem schrecklichen Geschehen. Es sieht im Augenblick so aus, als gebe es keine Begründung innerhalb der Einrichtung dafür.“

In dem Wohnheim der diakonischen Einrichtung Oberlinhaus waren am Mittwoch vergangener Woche vier Bewohner getötet und eine Bewohnerin schwer verletzt worden. Als Tatverdächtige wurde eine 51-jährige Pflegekraft festgenommen. Sie ist derzeit in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Mit einem Gedenkgottesdienst in der Nikolaikirche wollen die Stadt Potsdam und das Oberlinhaus am Donnerstag (6.5.) an die Opfer erinnern.

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