• Tipps und Termine für Potsdam am Montag, 9. Dezember 2019

Montag, 9. Dezember 2019 : Das ist heute in Potsdam wichtig

Wir haben heute eine kurze, aber knackige Verkehrsübersicht zu bieten, müssen das Ende einer Institution verkünden und haben eine wirklich zauberhafte Verlosung.

Eckart von Hirschhausen.
Eckart von Hirschhausen.Foto: Georg Wendt/dpa

Potsdam - Noch werden die Tage kürzer und auch die offizielle Verkehrsprognose der Stadt schrumpft von Woche zu Woche. Heißt aber nicht, dass Autofahrer völlig staulos in die Woche startet. Im Gegenteil. Heute könnte es durchaus lange Staus geben. Geradezu prädestiniert für einen längeren Stillstand ist diese Woche die L40. Pendler, die nach Potsdam wollen, sollten ein wenig früher losfahren. Aufgrund von Arbeiten im Fahrbahnbereich ist die Schnellstraße stadteinwärts nämlich nur einspurig befahrbar. Wir sehen es einfach als Training für den kommenden Februar an. Dann wird es ja bekanntermaßen so richtig "lustig". In zwei Monaten wird dann die folgende Staufalle hoffentlich beseitigt sein. Noch immer wird auf der Friedrich-Engels-Straße in Höhe Freiland an einer beschädigten Regenwasserleitung gearbeitet. Die Straße ist halbseitig gesperrt, eine mobile Ampel lässt mal die und mal jene passieren. Und dann ist da ja noch, rund 800 Meter weiter in Richtung Innenstadt, die Dauerbaustelle für den Umbau des Leipziger Dreiecks. Kennen wir ja zu Genüge, gehen wir hier nicht weiter drauf ein.

Interessanter ist vielleicht die Vollsperrung der Französischen Straße, denn da kommen wir einige Tage gar nicht mehr durch. Bis letzte Woche war sie nur halbseitig gesperrt, die Durchfahrt immerhin in Richtung Am Kanal möglich. Das ist ab heute bis Donnerstag nicht mehr der Fall. Wegen einer Kranaufstellung ist die Straße zwischen Posthofstraße und Charlottenstraße voll gesperrt.

Weiterhin vollgesperrt ist auch die Babelsberger Straße zwischen Kreisverkehr und Friedrich-List-Straße. Die Friedrich-List-Straße ist über den Umweg Humboldtring und Lotte-Pulewka-Straße zu erreichen.

Bei dem Stichwort „Vollsperrung“ schreit auch die Grünstraße in Babelsberg „hier“. Sie ist bis kurz vor Weihnachten voll gesperrt. Vermutlich haben Autofahrer auf der Großbeerenstraße in Richtung Medienstadt ausreichend Zeit, sich die Sperrung länger anzugucken. Nur wenige Meter weiter steht nämlich eine mobile Ampel, die den Verkehr hüben wie drüben ausbremst.
Eine mobile Ampel gibt es auch weiterhin auf der Drewitzer Straße, da die Straße in Höhe Möbelhof halbseitig gesperrt ist. Aber das war es auch schon!

Was macht die Politik in Potsdam?

Heute steht gar nicht so viel im Kalender, dafür aber etwas Weihnachtliches. Um 16.30 Uhr nimmt Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) an der Weihnachtsfeier der Potsdamer Tafel (Drewitzer Straße 22a) für bedürftige Potsdamerinnen und Potsdamer teil. Schubert kommt mit Gepäck: Er hat nämlich Geschenke dabei. A propos: Die Weihnachtszeit sei für die Kunden immer besonders bitter, schreibt die Tafel auf ihrer Internetseite. "Denn alles bereite sich auf Weihnachten und Advent vor und sie können nicht mithalten", heißt es weiter. Deshalb kann man helfen. Noch bis Samstag (14. Dezember) sammelt der Lagerraumanbieter My Space-Selfstorage weihnachtliche Sachspenden, die in der Woche vor dem 4. Advent der Tafel übergeben werden. Eine Freude machen gut erhaltene Spielsachen (bitte keine Stofftiere), Bilderbücher, Buntstifte, originalverpackte Drogerieartikel wie Shampoo, Duschlotionen, Waschpulver, Kaffee, Tee, Kakao oder originalverpackte Weihnachtskekse. Die Spenden kann man bei My Space-Selfstorage in der Friedrich-Engels-Straße 80 abgeben. Wochentags werden sie zwischen 8.30 und 17.30 Uhr entgegengenommen. Am Samstag, dem 14. Dezember kann man bis 13 Uhr die kleinen Geschenke abgeben. 

Ein Arztbesuch am HPI

Was ergibt sich aus den neuesten Erkenntnissen der Psychologie für die Art und Weise, wie Patienten und Mitarbeiter geführt werden? Welche Rolle spielen Gespräche, Zuwendung und positive Erwartungen für die Heilung? Zu diesen und anderen Themen wird der bekannte Arzt, Autor und Komiker, Eckart von Hirschhausen, am Montag um 16 Uhr im großen Hörsaal des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) in Griebnitzsee sprechen.

Sein Vortrag „Der Mensch zwischen 0 und 1. Warum Würde, Zuwendung und Humor analog bleiben. Und was die Digitalisierung mit der Klimakrise zu tun hat“ findet im Rahmen des HPI-Professional-Skills-Kolloquiums (PSK) statt. Mit speziellen Lehrangeboten sollen im Bachelor- und Masterstudium am HPI auch fachübergreifende Fähigkeiten gefördert werden. In Lehrveranstaltungen zu verschiedenen Themen würden die Studierenden so auf den gesellschaftlichen Alltag im Berufsleben vorbereitet, heißt es. Teil dieser fundierten Ausbildung seien die PS-Kolloquien. Seit 2007 wird die Veranstaltung laut HPI jedes Semester mit wechselnden hochkarätigen Experten durchgeführt. Die Teilnahme am Professional-Skills-Kolloquium stehe allen Studierenden und Mitarbeitern des HPI offen.

Eckart von Hirschhausen, 1967 in Frankfurt am Main geboren, studierte Medizin und Wissenschaftsjournalismus in Berlin, London und Heidelberg. Seit mehr als 20 Jahren ist er als Komiker, Autor und Moderator unterwegs, um medizinische Inhalte auf humorvolle Art und Weise zu vermitteln. Seit dem Hitzesommer 2018 ist von Hirschhausen zudem im Klimaschutz aktiv. Er ist Mitglied der Allianz Klimawandel und Gesundheit, Unterzeichner von „Scientists for Future“ und Gründer von „Doctors for Future“. 

Salsa in der Charlottenstraße

Heute können Anfänger in der Charlottenstraße 31 das Tanzbein schwingen: Bei der Tanzschule Salsa Libre Berlin-Potsdam findet heute nämlich ein offener Anfängerkurs statt - mit Raimund, dem Tanzlehrer. Um 18.45 Uhr geht es los, bis 20 Uhr wird getanzt. Auch, wer keinen Tanzpartner hat, kann kommen. Allerdings sollte man sich - so oder so - vorher anmelden unter Tel.: 0331/879 09 352. Und wer schonmal gucken will kann das hier:

Farben gegen das Trauma

Im Kunsthaus sans titre findet heute um 16 Uhr ein kunsttherapeutischer Kurs für Menschen mit Fluchterfahrungen statt. Qualifizierte Therapeuten begleiten den Kurs. Dabei geht es darum, gemeinsam Bilder zu malen und darüber ins Gespräch zu kommen und Erlebnisse über Zurückgelassenes und das neue Leben in Deutschland auszutauschen. Der Kurs ist für die Teilnehmer kostenlos. Veranstalter ist der Shift e.V., der Kurs findet einmal im Monat statt. Anmelden kann man sich per Mail an [email protected] oder telefonisch unter Tel: 0176 724 58 734.

Ein letzter Lacher an alter Wirkungsstätte

Seit Jahren lädt Martin Sierp Comedians nach Potsdam ein. Jeden Monat tritt die erste Liga der Spaßmacher im Rückholz in der Sellostraße auf. Für den heutigen Abend sind bei "Gin & Jokes" fünf Künstler angesagt - vier Herren, eine Dame - verriet Sierp im Vorfeld. Die Bar bietet rund 40 Zuschauern Platz, entsprechend früh sollte man sich also um die Karten kümmern. Der Eintritt kostet 14 Euro. Karten können direkt im Rückholz gekauft werden oder per E-Mail direkt bei Martin Sierp.

Übrigens gibt es einen Grund mehr heute Abend den Weg ins Rückholz einzuschlagen: Es ist das letzte Mal, dass dort "Gin & Jokes" gastiert. Schon die nächste Veranstaltung am 12. Februar wird an anderer Stelle stattfinden. Wo das sein wird, wurde noch nicht verkündet.

Führungen für Menschen mit Demenz

Im Museum Barberini findet heute wieder eine Führung für Menschen mit Demenz statt. Gemeinsam tauchen die Besucher ein in die künstlerischen Werke Van Goghs und können anschließend im Atelier eigene Arbeiten anfertigen. Die Führung dauert von 14 bis 15.30 Uhr und kostet zehn Euro inklusive Eintritt und Material. Man muss sich telefonisch (0331 236 014 499) oder per Mail ([email protected]) anmelden.

Was läuft in Potsdam im Kino?

Heute um 18 Uhr geht es mit dem Polnischen Filmklub und dem Thalia-Kino mal wieder ins Nachbarland. Gezeigt wird der Film "Papusza - Die Poetin der Roma" der Regisseure Joanna Kos-Krauze und Krzysztof Krauze. Der Film wird im Original mit Untertiteln gezeigt. Zu Gast zum Filmgespräch ist Piotr Olszówka, Publizist, Kritiker, Übersetzer und Doktor der Philosophie der Jagiellonen-Universität in Krakau. In dem Film geht es um die 1910 geborene Roma-Frau Bronisława Wajs, die vom Schriftsteller Jerzy Ficowski ermutigt wird, ihre Poesie niederzuschreiben. Ficowski selbst wanderte als Schriftsteller gemeinsam mit ihrer Familie und wurde später für die polnische Regierung zu einem "Berater für Zigeunerfragen". Dabei stützte er seine Ansichten auf seine Erfahrungen gemeinsam mit Wajs, die daraufhin für ihr Volk zur Verräterin wurde. Ihre Lyrik galt für die polnische Literaturlandschaft als Sensation, wurde für sie selbst aber immer mehr zur Tragödie. Der Eintritt zu der Veranstaltung kostet sechs Euro.

Es weihnachtet in Potsdam

Heute wollen wie Sie mal verzaubern. Besser: das überlassen wir den Profis, schicken aber zwei Leser plus jeweils eine Begleitperson zu den Zauberbrüdern "Ehrlich Brothers". Für die "Dream & Fly"-Show am 25. Januar 2020 in der Mercedes-Benz-Arena in Berlin um 14 Uhr verlosen wir 2 x 2 Freikarten. Einfach >>hier<< anmelden, das Stichwort "Adventskalender + Türchen Nr. 9" eingeben und mit ein bisschen Glück den besagten Gutschein gewinnen. 

Das war es aber noch lange nicht mit den Potsdamer Weihnachtsgeschichten. Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie eigentlich die Städtepartnerschaft zwischen Potsdam und Luzern so klingt, der muss heute in den Zug steigen und eben dorthin fahren. Klingt verrückt? Manchmal ist einem ja vor Weihnachten nach einem solchen kleinen Ausbruch, wenn Essens- und Geschenkeplanung einem über den Kopf wachsen. Nun aber im Ernst: Die Partnerschaft zwischen den beiden Städten besteht seit 2002. Um das zu zelebrieren, haben am Wochenende die Kammerakademie Potsdam gemeinsam mit dem Streichquartett der Festival Strings Lucerne gemeinsam in der Alten Neuendorfer Kirche weihnachtlich musiziert, heute ist die Partneraufführung in Luzern. Und für diejenigen, die wirklich drüber nachdenken: Außer der Fahrt muss man nichts bezahlen, der Eintritt ist frei.

Und noch einen Tipp haben wir: Wer die Chance nutzen möchte, heute mal den Weihnachtsstern zu beobachten, der kann um 19 Uhr den Großen Refaktor auf dem Telegrafenberg besuchen - sollte aber die Daumen für gutes Wetter drücken. Denn wenn keine Wolken oder Regen einen Strich durch die Rechnung machen, kann man einen Blick in den Nachthimmel über Potsdam werfen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Sollte das Wetter doch schlecht sein, wird trotzdem Wissenswertes zum Refraktor vermittelt.

» Mehr als nur "Blauer Lichterglanz"
» Termine in den kommenden Tagen
» Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten
» Alle aktuellen Infos unter www.pnn.de/weihnachtszeit.

Ein Blick zurück

Wo wir gerade bei Weihnachten sind: Wer heute Geschenken, Keksen und anderen Weihnachtsdingen in den Potsdamer Bahnhofspassagen nachhechtet, sollte vielleicht einen kurzen Moment innehalten, denn es gibt zumindest für Stadtentwicklungsinteressierte etwas zu feiern: 1999, am 9. Dezember wurden die Bahnhofspassagen laut Potsdamer Stadtchronik offiziell eingeweiht.

Zum Schluss das Wetter

Heute erwartet uns ähnlich (warmes) Wetter wie gestern: Rund zehn Grad und ein paar Tropfen Regen am Nachmittag, der sich gen Abend wieder verziehen sollte.

In eigener Sache

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