• Montag, 18. November 2019: Das ist heute in Potsdam wichtig

Montag, 18. November 2019 : Das ist heute in Potsdam wichtig

Heute sind wir alle Freunde, grüßen Wolfgang Joop, fahren ganz vorsichtig durch Potsdam und beneiden alle um ihre Anwohnerparkausweise.

Das UCI am Hauptbahnhof in Potsdam zeigt heute und an den beiden folgenden Ontagen jeweils eine Auswahl unvergesslicher Episode der Kultserie "friends".
Das UCI am Hauptbahnhof in Potsdam zeigt heute und an den beiden folgenden Ontagen jeweils eine Auswahl unvergesslicher Episode...Foto: Angela Weiss / AFP

Potsdam - Ohne nervige Lichtsignale kann man heute entspannt durch die Pappelallee düsen - NICHT! Wir raten vielmehr zu erhöhter Aufmerksamkeit. Von heute bis Mittwoch sind die Ampeln an der Kreuzung Pappelallee / Georg-Herrmann Allee sowie Pappelallee / Reiherweg nämlich ausgeschaltet. Sie werden modernisiert und umgebaut. Es erfolgt die Umrüstung auf LED-Technik und energiesparende 24 Volt-Technologie, teilte die Stadt mit.

In Betrieb ist dagegen die mobile Ampel auf der Friedrich-Engels-Straße. Noch immer wird in Höhe des Freilands an der Reparatur des Schadens an einer Regenwasserleitung gearbeitet. Die Straße ist halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit der besagten mobilen Ampel geregelt. Und klar: Es besteht große Staugefahr!

Von der Baustelle am Freiland geht es direkt in die nächste Engstelle: Der Umbau des Leipziger Dreiecks ist natürlich noch in vollem Gang, die Zufahrt von der Friedrich-Engels-Straße ist in beiden Richtungen eingeschränkt. Übrigens ist auch die Einfahrt von der Heinrich-Mann-Allee zum Leipziger Dreieck und in Richtung Lange Brücke weiterhin nur eingeschränkt möglich.

Zeit den Fuß vom Gaspedal zu nehmen hat man heute auch sicher wieder auf der Großbeerenstraße. Zwischen Grünstraße und Filmparkzufahrt ist die Straße halbseitig gesperrt, auch hier kommt eine mobile Ampel zum Einsatz - und wird den Verkehr abwechselnd ausbremsen. Auf jeden Fall Staugefahr, sagen wir.

Da wir an dieser Stelle jetzt aber schnell ein paar Glückwünsche loswerden wollen, verzichten wir auf die kleineren und gut bekannten Baustellen wie in der Friedrich-Ebert-Straße, der Französischen oder der Babelsberger Straße. Da kommt man gut durch. Okay, dass der Schlänitzseer Weg zwischen Grube und Schlänitzsee sowie die Brunnenallee zwischen Heinrich-Mann-Allee und Am Bahndamm voll gesperrt sind, wollen wir noch erwähnen, aber jetzt volle Kraft fürs Geburtstagsständchen:

Allet Jute

Wolfgang Joop wird heute 75 Jahre alt. Endlich wieder gute Nachrichten von Potsdams Modedesigner. Anfang November haben wir einen gehörigen Schreck bekommen, als die Meldung "Joop im Krankenhaus" über den Ticker lief. Zum Glück "nur" ein gebrochener Knöchel. Der Maestro war kurz vor einer Lesung in Zürich ausgerutscht. "Es ist der Klassiker: glatter Steinboden, etwas Wasser - und schon ist es passiert", hatte sein Partner Edwin Lemberg berichtet. Da legen wir unseren Lesern doch gerne noch mal das große und sehr lesenswerte Interview mit Wolfgang Joop ins Herz, das wir vor einem halben Jahr geführt haben: "Heute fühle ich mich wirklich in Potsdam zu Hause".

Modedesigner Wolfgang Joop lebt in Potsdam.
Modedesigner Wolfgang Joop lebt in Potsdam.Foto: Sebastian Gabsch

Auf Parkplatzsuche

Apropos Zuhause. Das ist es bekanntlich am schönsten - wenn man erstmal da ist. Aber die Parkplatzsuche in Potsdam treibt den Puls gerade zum Feierabend hin meist ordentlich nach oben. Ab heute sind weitere Straßen in der Brandenburger Vorstadt als Parkzonen für Anwohner ausgewiesen. Konkret ist tagsüber das Parken jetzt auch in folgenden Straßen nur mit Anwohnerausweis oder zwei Stunden mit Parkscheibe möglich: rund um die Nansenstraße, die Carl-von-Ossietzky-Straße, die Hans-Sachs-Straße, die Meistersinger-Straße und den Dr. Rudolf-Tschäpe-Platz. Auch die Geschwister-Scholl-Straße ist zwischen Clara-Zetkin- und Nansenstraße ab sofort Anwohnerparkzone. Ab 20 Uhr ist dann kostenloses Parken wieder für alle möglich - und man hofft, dass die Touristen und Pendler auch wieder in ihrem Zuhause sind.

Treffen mit alten Freunden

Vor fast genau 25 Jahren lief in den USA die erste Folge der Erfolgsserie "friends". Zwei Jahre später startete der Quotenhit auch bei uns. Die Einschaltzahlen waren enorm, die Trauer groß, als 2005 die letzte Episode der letzten Staffel im deutschen Fernsehen lief. Zum Jubiläum der Erstausstrahlung gibt es heute um 20 Uhr - und an den nächsten beiden Montagen - im UCI-Kino am Hauptbahnhof eine Auswahl der besten Episoden. Für heute sind folgende Episoden angekündigt: Aus Staffel 1 "Liebe? Nein, doch nicht!" (Episode 1), "Dunkle Leidenschaft" (Ep. 7), Wehe, wenn die Wehe kommt! (Ep. 23) sowie aus Staffel 2 die Episode 7 "Geständnis einer Liebenden".

Tipps für Gründer

Von Freunden zu Partnern: Ab heute findet in Potsdam noch bis Ende der Woche die Gründerwoche statt. Federführend ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Das „Gründerforum Potsdam“ bietet diese Woche also massenweise Veranstaltungen an und möchte "junge Menschen für mehr unternehmerisches Denken und Handeln motivieren und das Interesse an Existenzgründungen wecken", wie es in der Ankündigung zur Veranstaltung heißt. Auftakt ist heute um 16 Uhr mit Informationen für Migranten und Geflüchtete. Es geht darum, was man beachten muss, wenn man in Deutschland ein Unternehmen gründen möchte und welche Ansprechpartner es in Potsdam gibt. 

Anthurien sind in der Potsdamer Biosphäre zu sehen.
Anthurien sind in der Potsdamer Biosphäre zu sehen.Foto: Franziska Koark/dpa

Sehsüchte sucht die 20:20-Vision

Das studentische Filmfestival Sehsüchte ruft zur Einsendung von Beiträgen für die 49. Ausgabe des Festivals im kommenden Jahr auf. Bis 7. Januar können Nachwuchsfilmemacher ihre an Hochschulen entstandenen Arbeiten einreichen, teilten die Organisatoren mit. Das Festival, das vom 22. bis 26. April 2020 stattfindet, steht demnach unter dem Motto „20:20 Vision“.

Mit diesem Begriff werde in der Optometrie, also der Lehre vom Sehen, die Fähigkeit klar und scharf zu sehen bezeichnet. Das Motto sei „ein Aufruf an alle, mit einem unvoreingenommenen, unverstellten und lebensechten Blick auf die Dinge zu schauen und sich ihnen zu stellen“, so die Organisatoren. Man wolle den Blick auf die Zukunft, das Filmerleben, die künftige Politik, Kultur, Gesellschaft und Technologien richten.

Das internationale Festival war 1972 an der Hochschule für Film und Fernsehen, der heutigen Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, ins Leben gerufen worden. Insgesamt werden in elf Kategorien Preise vergeben, darunter Spielfilm, Animationsfilm sowie Kinder- und Jugendfilm. Auch für besonders nachhaltig produzierte Werke gibt es einen Preis.

Ein Besuch bei den Flamingoblumen

Was sind eigentlich Anthurien? Die auch als Flamingoblumen bekannten Gewächse wachsen derzeit besonders ausgeprägt in der Biosphäre. Wer einen Ausflug dorthin macht, kann einiges lernen. Zum Beispiel, dass es rund 600 Arten der auch als Zimmerpflanzen beliebten Blumen gibt. Auch für Kinder ist was dabei: In einem Anthurien Mini-Quiz kann man sein Wissen über die Pflanzen testen und am Biosphären-Gewinnspiel teilnehmen. Unter allen ausgefüllten Bögen und Umfragen verlost die Biosphäre zum 20. Dezember eine Führung für bis zu vier Personen mit einem Tierpfleger oder Gärtner, eine Familienkarte (gültig für zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern (3-13 Jahre) und zwei Tageskarten (gültig für zwei Erwachsene).

Die PNN sucht Studenten

Wir haben das zwar schonmal erwähnt, machen es aber sicherheitshalber nochmal. Denn: Doppelt hält besser. In der Theaterkasse unseres PNN-Shops suchen wir Verstärkung! Gerne würden die Kollegen dort von einer studentischen Hilfskraft unterstützt werden. Voraussetzung: Viel gute Laune, technische Versiertheit und Menschenfreundlichkeit. Der Shop befindet sich mitten in Potsdam in der Wilhelm-Galerie. Bewerbungen bitte an: [email protected].

Interessantes zu unseren osteuropäischen Nachbarn

Um 18 Uhr könnte sich ein Besuch im Europa-Zentrum in Potsdam (Schulstraße 7) lohnen - zumindest, wenn man mehr über Tschechien erfahren möchte. Denn der Kreisverband Potsdam/Potsdam-Mittelmark der Europa-Union Deutschland und das Europa-Zentrum Potsdam in der Berlin-Brandenburgischen Auslandsgesellschaft e.V. setzen ihre Veranstaltungsreihe „Nachbarn in Europa“ fort. Der Politologe Tomáš Bouška wird mehr zur aktuellen Lage in der Tschechischen Republik erzählen. Dabei geht es auch darum, welche Themen im Land derzeit diskutiert werden und wie das Verhältnis zwischen Deutschland und Tschechien aussieht und wie es Tschechien 15 Jahre nach dem Beitritt zur EU geht. Das Gespräch wird moderiert von Wolfgang Balint, Vorsitzender der Europa-Union Brandenburg und des Kreisverbands Potsdam/Potsdam-Mittelmark der Europa-Union. Der Eintritt ist frei.

Eine Satire auf den Zustand in Polen

Wo wir gerade in Osteuropa sind: Der polnische Filmclub zeigt heute um 18 Uhr im Thalia den Film "Twarz - Die Maske" im Original mit deutschen Untertiteln. In dem Werk, für das die polnische Regisseurin Małgorzata Szumowska 2018 den Silbernen Bären gewann, geht es um Andersartigkeit und um die Frage, wie viel Polen davon verträgt. Es geht um den jungen Jacek, einen unabhängigen Außenseiter, dem ein schlimmer Unfall das Gesicht entstellt. Daraufhin bekommt er als erster Mann in Polen eine komplette Gesichtstransplantation. Was andere bewundern, wird für ihn zur Identitätskrise. Eine Satire über den Zustand unseres Nachbarlandes. Der Eintritt zu der Veranstaltung kostet sechs Euro.

  

Bei Wist geht es nach Rom

Machen wir weiter mit unserer kleinen Europareise und erkunden Rom: Stadt voller Romantik, Gegensätze und Geschichten - die fängt Autor Simon Strauß ein, der heute um 19 Uhr (Eintritt 8 Euro) bei Wist aus seinem Buch "Römische Tage" liest, das dieses Jahr im Klett-Verlag erschienen ist. Der Erzähler in dem Buch zieht in eine Wohnung schräg gegenüber der Casa di Goethe ein und taucht ein in ein Rom mit modernen Idealen, leuchtenden Palästen und ausgelassenen Partys. Und dann ist da immer wieder das Stechen in seiner Brust, das die Ärzte nicht ernst nehmen wollen...

Zum Schluss das Wetter

Erstmal die gute Nachricht: Es soll wärmer werden als gestern. Zumindest um ein Grad, womit wir mit 10 Grad wieder im zweistelligen Bereich wären. Jetzt die schlechte: Dafür müssen wir leider Regen in Kauf nehmen. Heute also besser das Schirmchen einpacken.

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