• Montag, 18. Mai 2020: Das ist heute in Potsdam wichtig

Montag, 18. Mai 2020 : Das ist heute in Potsdam wichtig

Heute beschäftigen uns 100 Jahre Quarantäne, einige Wiedereröffnungen in Potsdam und eine Luftballonchallenge.

Was wäre, wenn Dornröschen in Coronazeiten geschrieben worden wäre? Eine Antwort hat das HOT.
Was wäre, wenn Dornröschen in Coronazeiten geschrieben worden wäre? Eine Antwort hat das HOT.Foto: David Ebener/dpa

Potsdam - Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Potsdamer bleibt weiter stabil. Auch am Sonntagmorgen (Stand: 9.30 Uhr) meldete die Stadt keine Neuinfektionen seit Samstagfrüh. Das bedeutet, dass sich innerhalb der vergangenen sieben Tage nur drei Personen angesteckt haben. Dafür steigt die Zahl jener, die eine Infektion überstanden haben: Fünf Potsdamerinnen und Potsdamer mehr als noch am Samstag galten am Sonntag nach einer Covid-19-Erkrankung als genesen. Insgesamt haben sich 627 Personen in der Stadt mit dem Coronavirus infiziert, 445 von ihnen sind wieder gesund. 

[Alle aktuellen Entwicklungen in Folge der Coronavirus-Pandemie in Potsdam und Brandenburg finden Sie hier in unserem Newsblog.] 

Ab heute sollen übrigens das St. Josefs-Krankenhaus und das Evangelische Zentrums für Altersmedizin (EZA) wieder mit der sogenannten Regelversorgung beginnen, also zum Beispiel nicht lebensnotwendige Operationen finden wieder statt. Ein Stück Normalität kehrt also zurück. Alle Mitarbeiter sind natürlich auf Covid-19 getestet worden. Darunter gab es auch positive Fälle: Im St. Josefs-Krankenhaus sechs von 603 Mitarbeitern, im Evangelischen Zentrum für Altersmedizin drei von 90, keiner in der Oberlinklinik. 

Gute Nachrichten gibt es auch für Angehörige: Sie können ab heute wieder ihre Lieben besuchen (zwischen 14 und 18 Uhr). Allerdings müssen sie sich einen Tag vorher zwischen 8 und 15 Uhr telefonisch anmelden und nur fünf Besucher pro Station sind zugelassen. Dass natürlich außerdem strenge Hygieneregeln gelten, ist klar. 

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Wie immer ein Blick auf den Verkehr 

Es wird weiterhin kräftig gebaut auf und an Potsdams Straßen. Ein Schwerpunkt bleibt die Nutheschnellstraße, die für den Neubau der Hochstraßenbrücke in beiden Fahrtrichtungen auf jeweils eine Fahrspur reduziert ist - stadteinwärts besteht Staugefahr. Die stadtauswärtige Abfahrt zur Lotte-Pulewka-Straße ist voll gesperrt - hier wird umgeleitet. Auch ist das Linksabbiegen aus der Friedrich-List-Straße auf die L40 nicht möglich, sodass die Umleitung über Rudolf-Breitscheid-Straße, Großbeerenstraße, Horstweg genutzt werden muss. Aufgrund der Brückenarbeiten ist zudem die darunter liegende Friedrich-Engels-Straße halbseitig gesperrt - der Verkehr wird mit einer mobilen Ampel geregelt.

Staus drohen auch stadteinwärts auf der Friedrich-Engels-Straße, weil wegen des Umbaus des Leipziger Dreiecks nur noch eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung steht. Ebenso ist eine Spur der Heinrich-Mann-Allee Richtung Leipziger Dreieck gesperrt.

Zu Beeinträchtigungen des Verkehrs aufgrund von Leitungsarbeiten kommt es an mehreren Orten im Potsdamer Stadtgebiet. So ist die Babelsberger Straße zwischen Kreisverkehr und Friedrich-List-Straße voll gesperrt. Dank einer Behelfsfahrbahn kann noch Richtung Kreisverkehr gefahren werden, Richtung Friedrich-List-Straße erfolgt eine Umleitung. Die Großbeerenstraße ist Höhe Filmpark halbseitig gesperrt - stadtauswärts muss ein Umweg in Kauf genommen werden. Ebenso besteht eine halbseitige Sperrung wegen Leitungsarbeiten in der Großen Weinmeisterstraße zwischen Glumestraße und Kleine Weinmeisterstraße - hier ist eine Einbahnstraße in Richtung Süden ausgewiesen. Zudem ist die Charlottenstraße vor der Französischen Kirche zwischen Hebbelstraße und Französische Straße voll gesperrt, weshalb der Verkehr umgeleitet werden muss. Aufgrund eines Hausneubaus ist obendrein die Französische Straße zwischen Posthofstraße und Am Kanal halbseitig gesperrt und kann nur als Einbahnstraße in Richtung Am Kanal befahren werden. 

Und an drei Orten muss wegen der Herstellung von Hausanschlüssen mit Einschränkungen gerechnet werden. Die Straße Am Brauhausberg ist halbseitig gesperrt, sodass der stadteinwärtige Verkehr über die Leipziger Straße umgeleitet - es besteht Staugefahr. Auf Höhe der Puschkinallee ist die Nedlitzer Straße halbseitig gesperrt: Wer Richtung Innenstadt möchte, wird über die Georg-Hermann-Allee umgeleitet. Und zu guter Letzt eine Vollsperrung: die Stahnsdorfer Straße auf Höhe Rotdornweg.

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Bürgerservice ist wieder offen

Der Bürgerservice ist endlich wieder für uns da: Die Stadtverwaltung hat mitgeteilt, dass ab heute wieder Dienstleistungen wie zum Beispiel Kfz-Zulassungen vor Ort möglich sind. Bürgerservice und Zulassungsstelle sind hier erreichbar, eine telefonische Anmeldung für einem Termin ist allerdings obligatorisch. Und klar, es gelten besondere Hygienebedingungen: Die Informationsschalter bleiben geschlossen, im Rathaus herrscht außerdem Maskenpflicht. 

Mitmachen im Extavium

Auch das Mitmachmuseum Extavium öffnet heute wieder seine Pforten. Es ist ein Neustart in doppelter Hinsicht - sowohl mit besonderen Regeln zur Hygiene und zum Gesundheitsschutz. Aber auch der Träger hat während der Zwangspause gewechselt: Seit dem 1. Mai ist die Kinderwelt gGmbH für das Mitmach-Museum verantwortlich. „Wir verstehen das Extavium als eine außerschulische Bildungseinrichtung von unschätzbarem Wert für die Landeshauptstadt“, hat uns Gerald Siegert, Geschäftsführer der Kinderwelt, verraten. 

Das Extavium öffnet jeweils sieben Tage in der Woche von 10 bis 16 Uhr. Die Anmeldung und Tickets gibt es ab sofort ausschließlich über den Onlineshop, da so die Besucherzahlen reguliert werden können. 

Museumstag verpasst? Macht nichts!

Der Internationale Museumstag ist leider gestern verstrichen. Da allerdings in diesem Jahr das Coronavirus einiges durcheinandergebracht hat, hat das dennoch etwas Gutes: Denn viele Museen bieten ihre Schauen auch digital an - insofern ist einfach jeden Tag Museumstag. Wir wissen natürlich, dass man inzwischen auch viele Ausstellungen im Zuge der Lockerungen wieder besuchen kann. Aber der ein oder andere mag sich ja inzwischen doch recht wohl auf dem heimischen Sofa fühlen. Das Filmmuseum Potsdam bietet deshalb einfach virtuelle Rundgänge an. Alle Rundgänge gibt es hier.

Märchen aus Coronazeiten

Wem soviel Realität zu viel ist, der kann sich mit dem Hans Otto Theater in die Welt der Märchen begeben: 

Vor langer, langer Zeit lebte ein König mit seiner Frau. Diese sprachen Tag für Tag: "Ach, hätten wir doch ein Kind!" Doch sie bekamen keines. Da geschah es, als die Königin einmal ein Bad im See nahm, dass ein Frosch aus dem Wasser ans Ufer platschte und sprach: "Dein Wunsch soll erfüllt werden. Bevor ein Jahr vergangen ist, wirst du eine Tochter zur Welt bringen."

Wer diese Zeilen wiedererkennt, ist absolut fit in Grimms Märchen. Umso erfrischender ist es da, dass das HOT die Geschichte von Dornröschen ein wenig aufgepeppt hat. Der König schmeißt eine Influencer Party, es gibt Goodie Bags und massenweise schlaue Ratschläge für junge Mädchen - bis die böse Fee kommt, und dem Kind den Tod wünscht. Zum Glück kann das durch eine weitere Fee abgemildert werden. Doch: Wie wird sich Coronöschen in ihrer 100-jährigen Quarantäne schlagen...?

Neue Regeln im Skatepark

Im Potsdamer Lindenpark kann die Skateanlage wieder genutzt werden, was viele Fans von abenteuerlichen Sprüngen samt blauer Flecken freuen dürfte. Allerdings gelten auch hier neue Regeln, denn weiterhin muss die Verbreitung des Coronavirus verlangsamt und vor allem Neuansteckungen vermieden werden. Deswegen können Skate- und BMX-begeisterte künftig nur in begrenzter Anzahl auf die Anlage, außerdem gibt es ein Schichtsystem. Je 20 Personen sind erlaubt, von 10 bis 15 Uhr darf jeder, von 15 bis 17 Uhr nur die Junioren bis 8 Jahren Skaten und hüpfen. Von 17 bis 20 Uhr gibt es ein Wechselsystem: montags, mittwochs, freitags und am Wochende dürfen BMX-ler ab 9 Jahren aufs Gelände, dienstags, donnerstags, freitags und am Wochenende die Skater ab 9 Jahren. Klingt kompliziert? Kann man hier nochmal nachlesen.

Es wird sportlich

Gute Nachrichten für die Jugend der Potsdamer Royals. Ab heute wird wieder trainiert - allerdings nur in Kleingruppen mit bis zu fünf Sportlern und mit Abstand. Trotzdem freuen sich die Trainer, wie sie im Netzwerk Instagram verkündeten. Mehr dazu gibt es hier.

Yoga, Jazz Dance, Fatburner: Auch für Potsdams Studenten geht es in die nächste Runde Hochschulsport. Diverse Online-Kurse beginnen heute, einbuchen kann man sich für 8 Euro (für fünf Wochen). Wer keinen Platz mehr ergattern kann, der kann das "On Demand"-Angebot nutzen. Das geht natürlich auch als Nicht-Student. Der Hochschulsport hat hier einen Extra-Channel bei Youtube eingerichtet - unter anderem mit Ballett, Functional Fitness und Pilates. Reinschauen lohnt sich. 

Ein wenig Klamauk

Wer keine Lust auf Körperliches hat, kann auch einfach Denksport betreiben - denn auch das Gehirn ist ein Muskel, der trainiert werden will. Zugegeben, es ist ein wenig klamaukig, aber dann will man doch wissen, ob man Lieder anhand des kontrollierten und quietschenden Luftablassens von Luftballons erkennen kann. Klingt komisch? Ist eine Idee des Potsdamer Fanfarenzugs und lohnt einen Blick:


Zum Schluss das Wetter

Die Temperaturen steigen zum Wochenbeginn langsam. 22 Grad könnten heute erreicht werden. Allerdings wird es wohl ganz schön windig. Sonne und Wolken wechseln sich ab. 


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