• Modellversuch in Potsdam: Freiwillige Nichtraucherzonen an zehn Haltestellen

Modellversuch in Potsdam : Freiwillige Nichtraucherzonen an zehn Haltestellen

An zehn Potsdamer Haltestellen sollen Nichtraucherzonen eingerichtet werden. Doch kontrollieren kann dies die Stadtverwaltung nicht.

An zehn Haltestellen in Potsdam soll soll das Rauchen einsgechränkt werden. 
An zehn Haltestellen in Potsdam soll soll das Rauchen einsgechränkt werden. Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Zehn besonders häufig genutzte Bus- und Tramhaltestellen will die Stadt Potsdam nun als freiwillige Nichtraucherzonen ausweisen. Dieses spätestens zum Beginn des kommenden Jahres startende Modellprojekt kündigte Baudezernent Bernd Rubelt (parteilos) am Mittwochabend im Hauptausschuss an. Die Haltestellen sind quer durch die Stadt verteilt. 

Sie befinden sich demnach in der Innenstadt am Platz der Einheit und in der Holzmarktstraße, im Norden am Campus Jungfernsee und an der Kirschallee sowie in Babelsberg an der Schulstraße beim S-Bahnhof und in der Fontanestraße. 

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In den Plattenbaugebieten geht es um den Schlaatzer Magnus-Zeller-Platz, den Johannes-Keppler-Platz am Stern, die Hans-Albers-Straße in Drewitz sowie die Haltestelle an der Waldstraße, Abzweig Horstweg. Man habe sich für diese Standorte auch entschieden, weil jeweils Kindereinrichtungen in der Nähe zu finden seien, sagte Rubelt. Konkret sollen vor Ort Hinweise für Raucher zu finden sein, „hier bitte nicht“ den Fahrgastunterstand zum Qualmen zu nutzen – sondern die links und rechts davon stehenden Aschenbecher ohne Überdachung, wie es hieß.

Seit Jahren wird über so ein Rauchverbot diskutiert

Der Versuch, der nach einem Jahr evaluiert werden soll, geht auf schon viele Jahre lang erhobene Forderungen des Stadtverordneten Hans-Jürgen Scharfenberg (Linke) für ein Rauchverbot an Bus- und Tramhaltestellen zurück. Allerdings besteht dabei wie berichtet das Problem, dass es für so ein Verbot keine rechtliche Grundlage gibt, man also auf die Freiwilligkeit angewiesen ist. Man könne also mit den eigenen Ordnungsbehörden nicht einschreiten, sagte Rubelt.

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