• Mittwoch, 18. Dezember 2019: Das ist heute in Potsdam wichtig

Mittwoch, 18. Dezember 2019 : Das ist heute in Potsdam wichtig

Heute trauern wir um tote Bäume, lauschen dem Gesang des Oberbürgermeisters und informieren uns über Windkraft.

Christian Müller
Oberbürgermeister Mike Schubert will heute mit seinen Sangeskünsten überzeugen.
Oberbürgermeister Mike Schubert will heute mit seinen Sangeskünsten überzeugen.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Sicher auch mal schön: Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert muss heute nicht (oder nicht nur) politisch den richtigen Ton treffen, sondern mit seiner Singstimme. Wann? Wo? Das lesen Sie weiter unten. 

Kleiner Tipp: Hat mit Weihnachten zu tun. Doch zunächst widmen wir uns einer traurigen Angelegenheit – dem Niedergang der Wälder.

"Prozession der toten Bäume"

Mit einer "Prozession der toten Bäume" wollen die Aktivisten von Extinction Rebellion heute auf das Baumsterben in Brandenburg aufmerksam machen. Die Umweltschützer treffen sich um 9 Uhr an der Südseite des Potsdamer Hauptbahnhofs und wollen von dort zur Staatskanzlei in der Heinrich-Mann-Allee ziehen. Anlass ist der diesjährige Brandenburger Waldzustandsbericht, der dort um 10 Uhr der Presse vorgestellt wird.

Der "Trauermarsch" solle die bedrückenden Fakten des Waldzustandsberichts "durch eine emotionale Komponente intensivieren", heißt es in dem Aufruf.

Das ist am Amtsgericht los

Wegen zwei Fällen gefährlicher Körperverletzung steht ab 9.30 Uhr ein Potsdamer vor dem Amtsgericht.

Der 35-Jährige soll im Oktober 2018 in Potsdam in der Wohnung der Zeugin P. den Zeugen Z. mit einem Messer am Brustbein, Kinn, Nacken und Arm verletzt haben. Bei Z. handelt es sich um den neuen Lebensgefährten der Zeugin P.

Im Januar 2019 soll der Angeklagte in alkoholisiertem Zustand an der Kreuzung Bisamkiez/Biberkiez dem Zeugen T. unvermittelt und grundlos in den Bauch getreten haben.

Um 13.30 Uhr folgt ein Prozess gegen einen 32-Jährigen. Der Potsdamer steht wegen räuberischen Diebstahls vor Gericht.

Im April 2019 soll er im REWE-Markt am Johannes-Kepler-Platz in Potsdam eine Flasche Feigling in den Rucksack gesteckt haben, im Mai 2019 in der selben Filiale ein abgepacktes Stück Fleisch. Als Mitarbeiter ihn kontrollieren wollten, holte er in beiden Fällen ein Messer mit einer etwa 20 cm langen Klinge hervor und verschwand.

Wahrheit über Windkraft

Windkraft steht für die Energiewende. Aber dennoch steckt die Branche derzeit in einer Krise. Seit 2016 verloren rund 40.000 Arbeitskräfte ihre Jobs. Das hat viele Ursachen. So sind Widerstände bei Anwohnern und Naturschützern nach wie vor groß.

Der Reporter Sven Oswald sucht in der Dokumentation "Die Wahrheit über Windkraft" nach Lösungen: Wie können die Windräder leiser für Menschen und ungefährlicher für die Tiere werden? Wo finden sich neue Standorte für Anlagen? Wann profitieren die Kommunen von den Gewinnen der Windkraftbetreiber?

Der Film wird um 19 Uhr im Filmmuseum Potsdam (Breite Straße 1) gezeigt. Beim anschließenden Gespräch ist u.a. Axel Steffen (Abteilungsleiter für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg) mit dabei. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Windräder sorgen für Energie, vielerorts aber auch für Ärger 
Windräder sorgen für Energie, vielerorts aber auch für Ärger Foto: ZB

Lunchdate mit Fontane

Um die Innenstadt Potsdams machte der Schriftsteller Theodor Fontane zwar einen Bogen, dafür konnte er über den Norden der Stadt einige Anekdoten erzählen. Und darum geht's beim Lunchdate Extra zum 200. Geburtstag von Fontane im Veranstaltungssaal des Bildungsforums (Am Kanal 47).

Der Potsdamer Historiker Dr. Johannes Leicht liest ausgewählte Passagen und begibt sich mit den Hörerinnen und Hörern auf eine historische Spurensuche. Die Veranstaltung dauert von 12.30 Uhr bis 13.15 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro, Imbiss inklusive.

Improvisierte Familie

"Im Namen der Familie" heißt es im KuZe (Hermann Elflein Str. 10), wenn das Improtheater um 20 Uhr die Regie übernimmt. Aber so ganz stimmt das ja nicht. Auch die Ideen der Zuschauer fließen in die Entwicklung der Geschichte und der Figuren ein. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. 

Disney-Quiz

Sie sind Stammgast in Disneyland, können die Eisköniginnen-Filme mitsprechen und nur in Micky-Bettwäsche einschlafen? Dann dürfte das Disney-Filmquiz in der Bar Gelb (Charlottenstraße 29) wohl ein Klacks für Sie sein. Aber auch ein großer Spaß. Und für alle anderen natürlich auch.

Teams dürfen aus maximal sechs Mitspielern bestehen. Fünf Euro pro Filmfan. 

Wo spielt in Potsdam die Musik?

Songwriterin und Sängerin Mine kommt mit ihrem aktuellen Album "Klebstoff" ins Waschhaus (Schiffbauergasse 4)."Ich bin ja ein großer Fan der deutschen Sprache und mag gerne, dass sie so kryptisch in den Betonungen ist. "Klebstoff" klingt hart, aber gleichzeitig trotzdem weich und passt genau zu seiner Bedeutung", so Mine. Konzertbeginn ist um 20 Uhr. Ein Ticket an der Abendkasse kostet 28 Euro. Einlass ist um 19 Uhr. 

Poetry-Slammer kämpfen um Zuschauergunst

Und noch einmal zurück ins Waschhaus. Hier findet heute wieder der Havel Slam statt. Die Regeln: Die Poet*innen haben fünf Minuten Zeit, um die Gunst des Publikums zu buhlen. Die besten Künstler*innen werden von den Zuschauern ins Finale applaudiert. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Einlass ist um 19.30 Uhr.

Die Verfolgung der Zeugen Jehovas

Heute besteht zum vorletzten Mal die Gelegenheit, die Ausstellung "Jehovas Zeugen im KZ Ravensbrück und in Haftanstalten der DDR" im Landtag Brandenburg (Am Alten Markt 1) zu besuchen.

Die Ausstellung widmet sich Zeuginnen und Zeugen Jehovas, die im NS-Staat unter anderem im Konzentrationslager Ravensbrück inhaftiert und später in der DDR erneut verfolgt wurden.

Rund 2800 deutsche Zeuginnen und Zeugen Jehovas sowie 1400 aus den besetzen Ländern wurden als "Schutzhäftlinge" der Gestapo in die Konzentrationslager deportiert. Im KZ Ravensbrück waren bis zur Befreiung 782 weibliche und 218 männliche Bibelforscher inhaftiert. Der Eintritt ist frei. Am 19. Dezember endet die Ausstellung.

Es weihnachtet in Potsdam

Selbstgemachte Weihnachtsgeschenke auf den letzten Drücker können im Drewitzer Begegnungszentrum Oskar in der Oskar-Meßter-Straße hergestellt werden. Ab 16 Uhr wird umweltfreundliche Kosmetik produziert, daher sollten wenn möglich zwei Schraubgläser mitgebracht werden. Die Teilnahme ist kostenlos, eine freiwillige Spende ist willkommen. Um Anmeldung unter der E-Mail [email protected] wird gebeten. 

In einer weihnachtlichen Planetariumsshow kann man im URANIA-Planetarium (Gutenbergstraße 71/72) den Sternenhimmel über Potsdam kennenlernen. Freuen Sie sich auf Sternbilder wie Orion oder den Stier am abendlichen Firmament. Außerdem wird einer weihnachtlichen Frage nachgegangen. Lässt sich astronomisch erklären, ob vor mehr als 2000 Jahren drei Sterndeuter – aus der Bibel als die drei Heiligen Könige bekannt – einen hellen Stern beobachteten, der ihnen den Weg nach Bethlehem wies?

Hoffentlich ist OB Mike Schubert nach seinen vielen Terminen kurz vor Weihnachten noch gut bei Stimme. Denn der SPD-Politiker und die Beigeordneten des Oberbürgermeisters nehmen am Weihnachtssingen der Landeshauptstadt Potsdam im Rathaus (Friedrich-Ebert-Straße 79/81) teil. 

Im Anschluss wird die Spende der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes Potsdam der Hoffbauer-Stiftung übergeben.

Klar, Weihnachten ist es schön, anderen Menschen mit Geschenken eine Freude zu machen. Aber man darf sich auch ruhig selbst mal etwas gönnen. Deswegen gibt es heute ein Tagesticket zum Aufenthalt in der Bade- und Saunawelt SteinTherme Bad Belzig zu gewinnen. Interesse geweckt? Dann einfach >>hier<< anmelden, das Stichwort "Adventskalender + Türchen Nr." eingeben und mit ein bisschen Glück gewinnen. 

» Mehr als nur "Blauer Lichterglanz"
» Termine in den kommenden Tagen
» Sicherheit auf den Weihnachtsmärkten
» Alle aktuellen Infos unter www.pnn.de/weihnachtszeit.

Ein Blick zurück

Zum Abschluss widmen wir uns nochmal einem von Brandenburgs größten Dichtern, nämlich Theodor Fontane (1819-1898). Schon am 18. Dezember 1935 – also vor genau 84 Jahren – wurde das Theodor-Fontane-Archiv gegründet. Im Zentrum seiner Arbeit stehen Person und Werk des Schriftstellers. Es sammelt und erschließt Handschriften, Literatur und andere Medien zu Fontane und seiner Zeit. 

2001 wurde das Archiv als "Kultureller Gedächtnisort von besonderer nationaler Bedeutung" in das Blaubuch der Bundesregierung aufgenommen. Seit Oktober 2007 ist das Archiv in der Villa Quandt (Große Weinmeisterstraße 46/47untergebracht. Dort ist auch die neue Dauerausstellung "Dem Nachlass Fontanes auf der Spur" untergebracht.

Die neue Dauerausstellung "Dem Nachlass Fontanes auf der Spur" in der Villa Quandt.
Die neue Dauerausstellung "Dem Nachlass Fontanes auf der Spur" in der Villa Quandt.Foto: Ottmar Winter

Zum Schluss das Wetter

Grau steuert der Herbst seinem Ende entgegen. Kein Schnee in Sicht, dafür aber auch kein Glatteis. Und will man sich wirklich darüber beschweren, dass man für den Weihnachtsmarktbummel keinen dicken Mantel braucht?

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