• Meldungen aus Potsdam: Berufserfahrene Geflüchtete werden Lehrkräfte

Meldungen aus Potsdam : Berufserfahrene Geflüchtete werden Lehrkräfte

Die Uni Potsdam fördert berufserfahrene Lehrkräfte mit Flucht- oder Migrationsgeschichte. BUND kritisiert unterdessen Bauvorhaben in Krampnitz.

Lehrkräfte werden dringend gebraucht in Brandenburg (Archivbild)
Lehrkräfte werden dringend gebraucht in Brandenburg (Archivbild)Foto: imago/Gerhard Leber

Berufserfahrene Lehrkräfte mit Flucht- und Migrationsgeschichte können sich für eine Ergänzungsqualifizierung an der Universität Potsdam bewerben. Die zum Refugee Teachers Program gehörende Qualifizierung startet im April 2021 und läuft über vier Semester. Voraussetzung ist, dass die Teilnehmenden über einen Hochschulabschluss und Berufspraxis als Lehrkraft an einer Schule in ihrer Heimat verfügen müssen. An der Universität können sie sich sprachlich, fachlich, pädagogisch und interkulturell auf die Arbeit an brandenburgischen Schulen vorbereiten. Bewerbungen können noch bis Sonntag, 7. Februar, über die Website der Universität eingereicht werden. 

Auf dem Weg zur vollen Anerkennung als Lehrkraft stellt die Ergänzungsqualifizierung an der Universität die erste von insgesamt drei Stationen dar. Es folgt eine einjährige schulpraktische Qualifizierung durch das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Der dritte Schritt ist eine Eignungsprüfung oder ein Anpassungslehrgang.  

BUND kritisiert Krampnitz-Planungen

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die Planung des neuen Quartiers Krampnitz. “Mit großer Besorgnis” sehe der Kreisverband Potsdam/Mittelmark die aktuelle Vorgehensweise bei der Bebauung, teilte der Geschäftsführer Axel Kruschat mit: “Es besteht die Gefahr, dass die vorschnelle Schaffung von Baurechten alle Ansätze einer nachhaltigen Stadtteilentwicklung zunichtemacht.” 

Der BUND-Kreisverband fordert, dass kein weiteres Baurecht geschaffen werde, bevor eine “nachhaltige, klimagerechte und naturnahe Stadteilentwicklung garantiert” sei. Dazu gehört nach Ansicht der Naturschützer unter anderem der erfolgreiche Abschluss der Planungsverfahren für die Straßenbahnanbindung und für Radwege. Außerdem müsse ein klimaneutrales Verkehrskonzept vorliegen und dessen Umsetzung rechtlich abgesichert sein. Desweiteren müsse die klimaneutrale Energieversorgung der Gebäude und die umweltfreundliche Freiraumgestaltung sichergestellt sein. Ansonsten könne auf dem Areal kein neuer Stadtteil entstehen.  

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Die Stadt Potsdam brauche ein Gesamtkonzept, sagte Kruschat, das Bevölkerungswachstum und Klimawandel hinreichend berücksichtige. Die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Havelland sowie Berlin müssten darin eingebunden sein. 

Infotafel beschädigt

Unbekannte haben eine Infotafel des Vereins “Freies Tor – Bürgerverein Potsdamer Innenstadt” in der Innenstadt beschädigt. Einer Sprecherin des Vereins zufolge hat der stellvertretende Vereinsvorsitzende Uwe Meybohm den Schaden bereits am Freitagabend festgestellt. Eine im Oktober vergangenen Jahres aufgestellte Infotafel für das Baudenkmal Seerose sei aus der Halterung gerissen und zu Boden geworfen worden. Das Fußblech müsse nun gerichtet werden. Meybohm habe die Tafel für die Reparatur bergen können. Der Verein werde sie "zu gegebener Zeit wieder aufstellen”, so die Sprecherin. 


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