Potsdam : Medaillen und Plaketten der DDR-Zeit

Ausstellung „Mit Kunst geehrt“ auf Burg Beeskow

Beeskow - In der DDR waren Medaillen und Plaketten nicht allein beliebte Souvenirs, sondern vor allem Auszeichnungen und Ehrengeschenke. Mit einem breiten Repertoire an staatlichen, nichtstaatlichen sowie betrieblichen Auszeichnungen zollten die Verantwortlichen in Staat und Gesellschaft den Besten gern Anerkennung. Ehrengaben wurden zu Jubiläen von historischen Persönlichkeiten, Städten, Gemeinden und Betrieben kreiert, wobei Materialien wie Porzellan oder Edelmetall besonders beliebt waren.

Eine Ausstellung, die am kommenden Samstag um 15 Uhr auf Burg Beeskow eröffnet wird, widmet sich nunmehr der Medaillenkunst, speziell den in der DDR geprägten Medaillen und Plaketten aus Porzellan. Sie stammen aus der Sammlung von Tobias Bank aus Wustermark und werden ergänzt durch ausgewählte Exemplare aus dem Kunstarchiv Beeskow.

Durch die Verstaatlichung der Porzellan-Manufakturen Meissen und Weimar hatte sich die DDR kurz nach dem Zweiten Weltkrieg das „weiße Gold“ gesichert und seither die Produktion von Medaillen gezielt gefördert. War es einst der Feudal- und Geldadel, der Künstler beauftragte, so entschieden in der DDR vor allem gesellschaftliche Auftraggeber über Motive für Medaillen.

So sind in Meißen fast 10 000 verschiedene Medaillen zu DDR-Zeiten zu unterschiedlichen Anlässen geprägt worden. Ihre hervorragende künstlerische Ausführung machte diese Porzellanmedaillen zudem zu begehrten Sammlerobjekten. Als Teilgebiet der Numismatik wurden sie beispielsweise in speziellen Fachgruppen des Kulturbundes der DDR thematisiert.

Die Ausstellung „Mit Kunst geehrt“ in der Beeskower Burg ist bis zum 25. April dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, ab dem 1. April jeweils von 9 bis 19 Uhr geöffnet.

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