• Massenkündigung in Seniorenanlage: Oberbürgermeister Schubert soll sich einschalten

Massenkündigung in Seniorenanlage : Oberbürgermeister Schubert soll sich einschalten

Mehr als 100 Mieter sollen aus der Josephinen-Seniorenanlage in der Potsdamer Innenstadt ausziehen. Das Thema beschäftigt am Mittwoch auch das Stadtparlament.

Die Josephinen-Wohnanlage in der Potsdamer Innenstadt.
Die Josephinen-Wohnanlage in der Potsdamer Innenstadt.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) soll sich in das Geschehen um die umstrittene Massenkündigung von mehr als 100 Bewohnern der Josephinen-Seniorenanlage in der Potsdamer Innenstadt einschalten. Das fordern die Fraktionen der Rathauskooperation in einem Dringlichkeitsantrag für die Stadtverordnetenversammlung am heutigen Mittwoch. 

Der Oberbürgermeister werde gebeten, das Gespräch mit dem Betreiber der Wohnanlage zu suchen, mit dem Ziel, dass die Mieter:innen bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung in ihren Wohnungen bleiben können, heißt es in dem gemeinsamen Antrag von SPD, Grünen und Linken. Die Stadtpolitik sei über das Vorgehen der Betreiber „empört“, so die Fraktionen.

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Ähnlich äußerte sich am Dienstag auch die CDU-Fraktion der Stadt in einer Mitteilung: Man erwarte, „dass der OB all seine Möglichkeiten ausschöpft und auf den Prozess positiv einwirkt“. Der CDU-Kreisverband dagegen forderte am Dienstag einen Runden Tisch. Dabei seien neben staatlichen Stellen insbesondere Unternehmer, Bürgerinitiativen, die Kirchen, Vereine und Parteien einzubeziehen, um gemeinsam nach einer stadtpolitischen Lösung zu suchen, hieß es.

Wie berichtet, hatte die SGG Soziale Grundbesitzgesellschaft Potsdam mbh, eine Tochter der MK-Kliniken AG aus Hamburg, den Bewohnern der Anlage mit der Begründung gekündigt, dass der marode Speisesaal auf absehbare Zeit nicht saniert werden könne und auch Pflegepersonal fehle. Angehörige und Anwohner wollen nun mit Hilfe eines Muster-Widerspruchsschreibens gegen die Kündigungen vorgehen.


* In einer ersten Version des Textes hieß es, die MK-Kliniken AG habe den Bewohnern gekündigt. Das ist nicht korrekt. Es handelte sich um die SGG Soziale Grundbesitzgesellschaft Potsdam mbh, eine Tochter der MK-Kliniken AG aus Hamburg. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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