• Potsdam: Lokschuppen in Babelsberg wird bald saniert

Potsdam : Lokschuppen in Babelsberg wird bald saniert

Der Lokschuppen in Babelsberg stand lange leer. Sogar der Abriss war im Gespräch. Dann kaufte ein Investor das Gebäude. Im Frühjahr 2019 soll nun der Umbau beginnen - mit einem anderen Nutzungsplan als zunächst angekündigt.

Der Lokschuppen in Babelsberg.
Der Lokschuppen in Babelsberg.Foto (Archiv): Sebastian Gabsch/ PNN

Potsdam - Die Sanierung und der Umbau des seit Jahren leestehenden Babelsberger Lokschuppens soll in der ersten Hälfte des kommenden Jahres beginnen. Das hat die Wirtschaftsförderung im Rathaus jetzt unter Berufung auf den Investor bekannt gegeben, Anlass war eine Anfrage des CDU/ANW-Stadtverordneten und Landtagskandidaten Clemens Viehrig.

Schon Anfang Dezember hatte der Investor Jürgen Wowra, Geschäftsführer der Paranet Deutschland GmbH, auf PNN-Anfrage von einem Baubeginn im April 2019 gesprochen. Bis dahin hoffe er auf die Baugenehmigung. Wegen der komplexen Planung zur Nutzung der Hallenkuppel hatte sich die Sanierung wie berichtet um rund ein Jahr verzögert.

Viele Jahre lang stand der denkmalgeschützte sechseckige Lokzirkus mit der markanten Dachkonstruktion leer. Zahlreiche Versuche, Investoren für die Nutzung des Gebäudes zu begeistern, waren gescheitert, auch ein Abriss war zwischenzeitlich diskutiert worden. Doch im Zuge des Potsdam-Booms hatte 2016 dann Paranet die marode Halle gekauft - zunächst auch als Produktionsstandort für die Traglufthallen, die die Firma für Sport- oder Mehrzweckhallen oder als Flüchtlingsunterkünfte herstellt. Mittlerweile haben sich die Pläne geändert, Wowra plant in dem Gebäude vor allem Büroräume für IT-Firmen und Start-ups - bekanntlich gilt Potsdam auch dank des Hasso-Plattner-Instituts und anderen IT-Unternehmen als Zukunftsstandort für die Digitalwirtschaft. Genaue Planungsinhalte sollen Anfang kommenden Jahres mitgeteilt werden, also vermutlich nächsten Monat. Fest steht schon: Ein Hotel, wie anfangs noch vorgesehen, sei nicht mehr Teil des Plans, bestätigte der Investor auf Anfrage. Rund 45 Millionen Euro sollen in das Großprojekt investiert werden, hieß es zuletzt.