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Lohnverhandlungen bei Geldtransport-Firma : Warnstreik wird fortgesetzt

Der Bargeldverkehr in Potsdam könnte am Donnerstag erheblich gestört sein. Grund ist der Streik von Mitarbeitern der Geld- und Wert-Branche. Rund 140 Mitarbeiter haben die Arbeit niedergelegt.

Sophia Förtsch
In Potsdam und Berlin sind, wie hier in Hamburg, Mitarbeiter der Geld- und Wert-Branche in den Warnstreik getreten.
In Potsdam und Berlin sind, wie hier in Hamburg, Mitarbeiter der Geld- und Wert-Branche in den Warnstreik getreten.Foto: Bodo Marks/dpa

Potsdam - Beschäftigte der Geld- und Wert-Branche in Berlin und Potsdam haben am Donnerstag ihren Warnstreik fortgesetzt. Rund 70 Mitarbeiter aus Berlin würden am Donnerstag zu einer Kundgebung in der Hauptstadt erwartet, sagte Benjamin Roscher, Landesfachbereichsleitung von Verdi. In Potsdam rechnet Verdi mit 120 bis 140 Beschäftigten, die in den Warnstreik treten. Derzeit werde darüber beraten, ob der Warnstreik am Freitag weitergeführt werden soll, erklärte Roscher.

Am Vortag waren etwa 110 Mitarbeiter der Firma Prosegur am Standort Potsdam sowie rund 80 Beschäftigte der Firma Ziemann in Berlin-Marzahn dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi gefolgt.

Bargeldverkehr gestört

Zwar rechnet Verdi damit, dass der Bargeldverkehr durch die Streiks erheblich gestört wird. Die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste teilte aber mit: Für Verbraucher hätten die Ausstände bislang kaum Folgen gehabt.

Der Grund des Warnstreiks: Die Gewerkschaft will für bundesweit 12.000 Beschäftigte eine Erhöhung des Stundenlohns erwirken. Außerdem fordert die Gewerkschaft eine Angleichung der Löhne in Ost und West sowie eine Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages für die gesamte Branche.

Die Tarifverhandlungen sollen am 3. und 4. Januar im hessischen Bad Nauheim fortgesetzt werden. (dpa)