• Demo am Rathaus Babelsberg eskaliert: Linke stören Wahlstand der AfD

Linke stören Wahlstand in Babelsberg : Demo gegen AfD eskaliert

Bei einer Wahlkampfveranstaltung mit dem OB-Kandidaten der AfD, Dennis Hohloch, musste die Polizei in Babelsberg für Ordnung sorgen. Demonstranten warfen Flasche gegen einen Bus

Enrico Bellin
Polizisten sorgen mit gezücktem Pfefferspray für Ordnung bei Gegenprotesten gegen einen AfD-Infostand in Babelsberg.
Polizisten sorgen mit gezücktem Pfefferspray für Ordnung bei Gegenprotesten gegen einen AfD-Infostand in Babelsberg.Foto: Sebastian Gabsch PNN

Babelsberg - Ein Wahlkampfstand von AfD-Oberbürgermeisterkandidat Dennis Hohloch ist am Samstagnachmittag am Rathaus Babelsberg angegriffen worden. Etwa 100 linksgerichtete Aktivisten hatten um etwa 16.30 Uhr eine spontane Gegendemonstration vor einem Stand von rund 30 AfD-Mitgliedern im Rahmen des Oberbürgermeisterwahlkampfes gebildet. Wie die Polizei am Samstagabend mitteilte, musste sie gegen zwei Störer Pfefferspray einsetzen. Aus den Reihen der Gegendemonstranten wurde eine Glasflasche auf einen Bus mit den AfD-Mitgliedern geworfen.
Bereits kurz nach dem Aufbau des Wahlkampfstandes hätten Gegner die Politiker lautstark zum Weggehen aufgefordert. Polizisten bildeten eine Kette zwischen Wahlkämpfern und Gegendemonstranten. Gegen 17 Uhr habe AfD-Kandidat Hohloch dann die Veranstaltung vorzeitig beendet.

Polizisten haben Pfefferspray und Gewalt eingesetzt

Die AfD-Anhänger wollten mit einem Linienbus zum Hauptbahnhof fahren. Zwei der Gegendemonstranten stellten sich laut Polizei aber vor den Bus und verhinderten so die Abfahrt. Aus der Gegendemonstration heraus wurde dann eine Flasche auf den Bus geworfen. Der Bus wurde dadurch nicht beschädigt. Polizisten hätten die beiden Störer daraufhin mit dem Einsatz von Pfefferspray und „einfacher körperlicher Gewalt“ von der Straße gedrängt, sodass der Bus zum Hauptbahnhof fahren konnte.
Wie Dennis Hohloch den PNN am Sonntag schilderte, hätten aber auch dort „Autonome“ die AfD-Mitglieder bedrängt. Gemeinsam mit der Polizei sei entschieden worden, dass die Politiker zunächst mit dem Zug nach Berlin fahren, um vom Bahnhof wegzukommen. Erst zwei Stunden später habe man die Rückfahrt nach Potsdam antreten können, so Hohloch. „So einen Vorfall habe ich in Potsdam noch nie erlebt.“
Gegen drei Gegendemonstranten ermittelt die Polizei nun wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, da sie sich in Babelsberg vermummt hätten. Auch wegen der nicht angemeldeten Versammlung wird ermittelt. 

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