• Levy drehte „Mein Führer“ in Krampnitz Neues Konzept für Entwicklung der Kaserne

Potsdam : Levy drehte „Mein Führer“ in Krampnitz Neues Konzept für Entwicklung der Kaserne

Krampnitz - Auf Tom Cruise hatte man umsonst gewartet. Der Hollywood-Star wollte ursprünglich auf dem Kasernengelände in Krampnitz Szenen für seinen Film „Mission: Impossible 3“ drehen und dabei sogar Plattenbauten in die Luft jagen. Daraus wurde nichts – doch in den vergangenen zehn Tagen war das 780 Hektar große Areal mit seinen zahlreichen denkmalgeschützten Gebäuden wieder Filmkulisse: Dort wurden wichtige Szenen für die Komödie „Mein Führer – Die wirkliche Wahrheit über Adolf Hitler“ gedreht. Regie führt Dani Levy („Alles auf Zucker“), die Hauptrollen spielt Helge Schneider. Produziert wird der Film von Stefan Arndt von X Filme Creative Pool; das Medienboard Berlin Brandenburg fördert die Produktion mit 450 000 Euro. Die erste Klappe für „Mein Führer - Die wirkliche Wahrheit über Adolf Hitler“ fiel bereits am 17. Januar in Berlin. Dort wurde bisher vor allem in der Witzlebenstraße in Charlottenburg gedreht, wo sich von 1936 bis 1943 das Reichskriegsgericht befand. Einen Tag lang war außerdem die Kulissenstraße „Berliner Straße“ auf dem Gelände von Studio Babelsberg Drehort.

In Krampnitz hatte im Jahr 2000 bereits Jean-Jacques Annaud Szenen für „Enemy at the Gates“ gefilmt; auch für „Der Pianist“ entstanden hier Aufnahmen. Die Film-Karriere der Kaserne könnte jedoch bald vorbei sein. Der Potsdamer Stadtverwaltung liegt nach PNN-Informationen ein Konzept zur Entwicklung des Geländes vor. Dafür soll das Areal auf der Prioritätenliste für die Erarbeitung einer Bauleitplanung ganz nach oben rücken. Ein entsprechender Vorschlag soll heute den Stadtverordneten gemacht werden. Auskünfte zur geplanten Entwicklung gibt es allerdings offiziell nicht. Das Kasernengelände wird derzeit noch von der Brandenburgischen Boden Gesellschaft für das Land verwaltet. SCH/M.T.