• Leipziger übernimmt Ordnungsbereich: Neuer Chef für kriselnde Rathausbehörden

Leipziger übernimmt Ordnungsbereich : Neuer Chef für kriselnde Rathausbehörden

Karsten Lauber wird den Fachbereich Ordnung und Sicherheit im Potsdamer Rathaus leiten. Die Herausforderungen sind groß, es geht um den Bürgerservice und die Ausländerbehörde.

Das Potsdamer Rathaus.
Das Potsdamer Rathaus.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Im zweiten Anlauf hat das Potsdamer Rathaus seinen Wunschkandidaten für den Posten des neuen Fachbereichsleiters Ordnung und Sicherheit bekommen. Die Stadtverordneten votierten am Montag in einer außerordentlichen nicht-öffentlichen Sitzung dafür, dass der 51 Jahre alte Karsten Lauber aus Leipzig diese Stelle übernimmt. Das teilte die Stadtverwaltung am Montagabend mit.

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Lauber, der in der Leipziger Stadtverwaltung unter anderem schon für die Kriminalprävention und die Ausländerbehörde zuständig war, hatten die Kommunalpolitiker vor etwas mehr als einem Jahr schon einmal gewählt, nach PNN-Informationen verhinderte allerdings eine Konkurrentenklage eines unterlegenen Mitbewerbers die Besetzung der Stelle – was nun im zweiten Anlauf vollzogen worden ist.

Der neue Chef des Ordnungsamts, Karsten Lauber
Der neue Chef des Ordnungsamts, Karsten LauberFoto: Stadtverwaltung Potsdam

Viele Negativschlagzeilen

Lauber wird Nachfolger der langjährigen Ordnungsamtschefin Marina Kluge. Sein Fachbereich ist aber auch für den Bürgerservice zuständig, der in den vergangenen Monaten viele Negativschlagzeilen produziert hatte und erst nach Intervention von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) langsam wieder aus der Krise findet. 

Ebenfalls in Laubers Zuständigkeit fallen die Bußgeldstelle, der Bereich Abfallentsorgung und die Veterinär- sowie Lebensmittelüberwachung. Ferner muss er sich um die Ausländerbehörde kümmern, die ebenso schon seit Jahren in der Kritik steht, unter anderem wegen Nichterreichbarkeit und wenig bürgerfreundlichem Agieren. Das hatten Bürger erst zuletzt wieder in Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine kritisiert.

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