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Leichenfund in der Havel : Obduktionsbericht zu Britney am Donnerstag oder Freitag

Am Donnerstag oder Freitag wird der Obduktionsbericht nach dem Tod der 15-jährigen Britney erwartet. An ihrer Schule wurde ein "Trauerraum" eingerichtet. 

Gedenken an die verstorbene Britney aus Potsdam unterhalb der Langen Brücke.
Gedenken an die verstorbene Britney aus Potsdam unterhalb der Langen Brücke.Foto: Andreas Klaer/PNN

Potsdam - Nach dem Tod der 15-jährigen Britney warten die Ermittler nun auf das Obduktionsergebnis. Dieses liegt womöglich am heutigen Donnerstag oder am Freitag vor, wie es von der Staatsanwaltschaft am Mittwoch hieß.  Die Untersuchung solle zeigen, ob und welche Verletzungen es gebe und was letztlich die Todesursache war. 

Außerdem soll eine DNA-Untersuchung endgültige Gewissheit darüber geben, dass es sich um die vermisst gemeldete 15-Jährige handelt. Von der Polizei hieß es am Mittwoch auf PNN-Anfrage, man gehe weiterhin davon aus, dass es keine Fremdeinwirkung gegeben habe. Offenbar handelt es sich also um einen Unfall oder um Suizid. 

"Trauerraum" an der Da-Vinci-Schule

An der Potsdamer Da-Vinci-Schule, die Britney besucht hatte, war der Tod der 15-Jährigen einen Tag nach dem Fund ihrer Leiche Thema. Das Brandenburger Bildungsministerium teilte am Mittwoch mit, an der Gesamtschule sei ein „Trauerraum“ eingerichtet worden. Außerdem stehe eine Schulpsychologin zur Verfügung. 

Die Lehrer haben am Mittwoch in der ersten Stunde ihre Klassen über den Sachverhalt informiert und standen dann für weitere Fragen und Gespräche zur Verfügung, so das Ministerium weiter. “Die Eltern werden mit einem Elternbrief der Schulleiterin informiert“. Außerdem war am Mittwoch der zuständige Schulrat vor Ort und stand der Schulleitung für alle Fragen zu Verfügung.

Von der Stadt Potsdam Potsdam, die Träger der Da-Vinci-Gesamtschule ist, hieß es, man stehe mit der Schule in engem Kontakt. Der Schulleitung sei Hilfe angeboten worden. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte sich bereits am Dienstag geäußert und sich bestürzt über den Tod des Mädchens gezeigt. 

Britney war am 15. Oktober verschwunden

Britney war wie berichtet am 15. Oktober nach einem Streit nicht wieder nach Hause gekommen. Sie hatte gegen 13 Uhr die Wohnung der Mutter in Drewitz verlassen und war zuletzt kurze Zeit später am Hauptbahnhof gesehen worden. Am frühen Mittwochmorgen hatte ein Passant persönliche Gegenstände des Mädchens am Havelufer im Nuthepark entdeckt, wie berichtet soll es sich um eine Tasche, Sneaker aus Leder und ein braunes Badetuch gehandelt haben.

Die Polizei hatte daraufhin in einer großangelegten Aktion nach Britney gesucht: Taucher hatten die Havel abgesucht, ein Hubschrauber, eine Drohne und Fahnungshunde waren im Einsatz, Freunde und Bekannte des Mädchens in Potsdam und Berlin wurden befragt. 

Eine Woche nach ihrem Verschwinden war am Dienstag von Anglern eine Leiche in der Havel gefunden worden. Die Feuerwehr barg daraufhin die Leiche vom Boot aus. Eineinhalb Stunden später kam die Nachricht, dass es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Britney handelte. 

Der Bekannte wurde befragt

Das Mädchen war vor rund zweieinhalb Jahren mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder aus Kenia nach Deutschland gekommen. Die Familie hatte angegeben, aus politischen Gründen geflohen zu sein und Asyl beantragt. Die alleinerziehende Mutter und die beiden Kinder lebten in Drewitz. 
Das letzte Mal war Britney am 15. Oktober um 13.37 Uhr an einer Tramhaltestelle nahe des Hauptbahnhofs mit einem Bekannten gesehen worden. Eine Polizeisprecherin sagte am Mittwoch auf PNN-Anfrage, man wisse, der Bekannte sei befragt worden. Weitere Details nannte sie nicht.