• Nach Keimbefall: Weiter Einschränkungen im Potsdamer Schwimmbad blu

Legionellen im Kaltwasser : Weiter Einschränkungen wegen Keimen im blu

Nach dem Keimbefall im blu kommt es weiter zu Einschränkungen für Badegäste. Ein Teil der Duschen ist gesperrt. Hintergrund sind nächtliche Netzspülungen.

Im Schwimmbad blu sind nach dem Keimbefall Duschen teilweise gesperrt.
Im Schwimmbad blu sind nach dem Keimbefall Duschen teilweise gesperrt.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Im Schwimmbad blu kommt es nach dem Befall mit Legionellen im Kaltwassernetz weiterhin zu Einschränkungen für Badegäste. Wie mehrere Besucher den PNN schilderten, sind knapp die Hälfte der Duschen sowie einzelne Waschbecken mit Flatterband abgesperrt. Bei viel Betrieb komme es zu Wartezeiten, hieß es. Unternehmenssprecher Stefan Klotz sagte den PNN am Freitag auf Nachfrage, dass bei den gesperrten Duschen bewusst keine Spezialfilter gegen die Keime eingebaut und die Duschköpfe entfernt worden seien. Die Duschen dienten „außerhalb der Öffnungszeiten dazu, das Kaltwassernetz des blu zu spülen“. So könne der Badbetrieb sichergestellt werden. Wie lange es bei der Einschränkung bleibt, sei noch unklar.

Ursachenforschung noch nicht abgeschlossen

Wie berichtet hatte das Bad ab dem 13. Oktober für drei Tage schließen müssen. Zuvor war eine leichte Überschreitung der Grenzwerte für Legionellen festgestellt worden. Dabei handelt es sich um ein Bakterium, das unter anderem die sogenannte Legionärskrankheit, eine Lungenentzündung, auslösen kann. Gefährlich ist nicht jeder Kontakt mit belastetem Wasser, sondern das Einatmen, etwa von feinem Wassernebel beim Duschen.
Das städtische Gesundheitsamt hatte verfügt, dass Spezialfilter in Duschköpfe und Wasserhähne eingebaut werden müssen. Die Filter hatten dann aber aus bislang unklarer Ursache schnell versagt, die Nachlieferung verzögerte sich.

Die Ursachenforschung ist noch nicht abgeschlossen, wie Sprecher Klotz den PNN sagte. In der kommenden Woche sollen die Ergebnisse neuer Beprobungen vorliegen. Diese würden mit dem Gesundheitsamt und einem Gutachter ausgewertet. An der Aufklärung sowohl der Ursache für den Keimbefall als auch des Ausfalls der Filter werde „mit Hilfe von Beratern weiter gearbeitet“.

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