• Lebensgefahr bei Minusgraden: Kältehilfe für Potsdamer Obdachlose

Lebensgefahr bei Minusgraden : Kältehilfe für Potsdamer Obdachlose

Die Stadtverwaltung und Wohltätigkeitsorganisationen bieten Hilfe an. Die wichtigsten Telefonnummern und Anlaufstellen.

Schnee bedeckt die Straßen Potsdams. Für obdachlose Menschen ist die Kälte lebensgefährlich.
Schnee bedeckt die Straßen Potsdams. Für obdachlose Menschen ist die Kälte lebensgefährlich.Foto: Ottmar Winter PNN

Potsdam - Vergleichsweise entspannt verlief der Wintereinbruch am Sonntag für die meisten Potsdamerinnen und Potsdamer. Die Temperatur lag bei sechs Grad Minus, die gefühlte Temperatur deutlich darunter. Für obdachlose Menschen kann diese Kälte allerdings lebensbedrohlich sein. 

Mitarbeitende des Ordnungsamtes hätten am Wochenende gemeinsam mit Streetworkern der Creso gGmbH in den Straßen der Landeshauptstadt nach Personen gesucht, die Hilfe benötigen, teilte eine Rathaussprecherin den PNN am Sonntagabend mit. Es seien jedoch keine akuten Notfälle festgestellt worden.

Rufnummern und Anlaufstellen

Die Stadtverwaltung bittet alle Potsdamerinnen und Potsdamer, an den kalten Tagen auf hilfsbedürftige Menschen zu achten und gegebenenfalls Hilfe zu rufen. Ansprechpartner sind wochentags zwischen 8 Uhr und 16 Uhr die Streetworker der Creso gGmbH. Sie sind telefonisch unter 0176/12109896 oder 0176/12109877 zu erreichen. Außerhalb dieser Zeiten sollte die Notrufnummer 112 gewählt werden, empfiehlt das Rathaus.

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Wer keine Unterkunft hat, kann sich bei der Suche nach Unterstützung an den Bereich Soziale Wohnhilfen der Stadtverwaltung wenden. Von montags bis freitags jeweils von 9 Uhr bis 15 Uhr können sich Betroffene in der Behlertstraße 3A Haus M/N bei der Arbeitsgruppe Unterbringung melden, telefonisch erreichbar unter (0331) 289 24 48. Die Obdachlosenunterkunft der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Lerchensteig 55 weist an kalten Wintertagen niemanden ab. Das Wohnheim hält Notbetten bereit und ist unter Tel. (0331) 52 06 92 zu erreichen. 

Zur Mittagszeit steht außerdem das Soziale Zentrum der Volkssolidarität in der "Suppenküche" auf dem Stadtverwaltungscampus in der Friedrich-Ebert-Straße 79/81 als Anlaufpunkt zur Verfügung. Die Kleiderkammer ist Montag und Mittwoch von 9 bis 12 Uhr geöffnet. Nicht zuletzt bietet die Potsdamer Tafel die wichtigsten Nahrungsmittel für wenig Geld. Die Ausgabestelle ist in der Drewitzer Straße 22A zu finden und montags, mittwochs, donnerstags und freitags von 15 bis 17 Uhr sowie dienstags von 14 bis 16 Uhr geöffnet.


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