• Laubbläser-Challenge: Potsdams Stadtentsorgung stellt ihre E-Bläser vor

Laubbläser-Challenge : Potsdams Stadtentsorgung stellt ihre E-Bläser vor

Die Step setzt jetzt auf Elektro - Ihre neuen Bläser stinken weniger und sind noch dazu leiser. Der Wettkampf, zu dem man geladen hatte, verlief jedoch wenig spannend.

Die neuen akkubetriebenen Handgeräte der STEP arbeiten leiser.
Die neuen akkubetriebenen Handgeräte der STEP arbeiten leiser.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Die Einladung versprach richtig Action: Zur „Laubbläser-Challenge“ hatte die Stadtentsorgung Step am Donnerstagmittag auf die Freundschaftsinsel geladen. Ein Schelm, wer dabei an Loriots Saugblaser Heinzelmann denkt – „Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann“.

Die Frage, warum ein Wettbewerb von Laubbläsern ausgerechnet im Juni stattfindet, wo das herbstliche Laub noch mindestens drei Monate weit voraus liegt, taten die Geschäftsführer der Step ab. Man könne ja auch Schmutz blasen, so das Argument. Beim großen Wettkampf zwischen Benzinbläser und Elektrobläser pusteten beide dann schlicht ins grüne Gras – beim Föneffekt der grünen Halme herrschte etwa Gleichstand.

Der Sieger stand schon vorher fest

Doch der Fönfaktor spielte bei dem Termin eine eher untergeordnete Rolle. „Dezibel & Nase“, so der Titel der Veranstaltung. Verglichen wurde Geräuschpegel und Geruch der Geräte. Der Sieger stand, trotz angekündigtem „Spannungsbogen“ vorab schon fest – der E-Bläser ist leiser und stinkt nicht. Am Schluss gab es nicht einmal eine Goldmedaille.

Eine halbe Million wurde investiert.
Eine halbe Million wurde investiert.Foto: Ottmar Winter

Gartenpflege mit E-Antrieb

Der inhaltliche Hintergrund dieser kurios anmutenden Demonstration war: Die Step setzt jetzt auf Elektro. Seit drei Jahren, so erklärte Geschäftsführer Florian Freitag, werde nach und nach im Gartenpflegebereich komplett von Benzin auf E-Antrieb umgestellt. Anlass war das Klimaschutzprogramm 2030 der Stadt. Eine halbe Million Euro hat das Tochterunternehmen der kommunalen Stadtwerke seither investiert. 95 Prozent der Geräte haben mittlerweile E-Antrieb. „Seither gibt es kaum noch Beschwerden von Anwohnern, wir können früher morgens anfangen und die Zahl der Arbeitsunfälle ist gesunken“, betont Freitag. 

Und wer noch nicht genug hatte von der Laubbläser-Challenge: Im Anschluss gab es auch noch eine Freischneider-Challenge, eine Rasenmäher-Challenge und, für die ganz Harten, sogar eine Heckenschneider-Challenge.

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