• Land lehnt Neubau für Kirche ab Teilnahme an Feierlichkeiten abgesagt

Potsdam : Land lehnt Neubau für Kirche ab Teilnahme an Feierlichkeiten abgesagt

Nauener Vorstadt - Der Streit zwischen der russisch-orthodoxen Gemeinde und dem Land Brandenburg eskaliert. Vertreter des Landes haben in dieser Woche die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 180-jährigen Bestehen der Newski-Kirche auf dem Kapellenberg am Samstag abgesagt. Hintergrund ist der Streit um den Neubau eines Gemeindehauses innerhalb der Welterbegrenze am Fuße des Kapellenberges. Sowohl das Land als auch die Welterbehüter der Unesco haben sich gegen eine Bebauung ausgesprochen. Oberbürgermeister Jann Jakobs hat gestern angekündigt, sich weiter für eine Einigung einzusetzen. Er werde bei der Feier Rede und Antwort stehen, sagte er gestern vor dem Hauptausschuss. Er erklärte, die russisch-orthodoxe Kirche wolle keinen anderen als diesen Standort auf dem Friedhof der Gemeinde. Gespräche über Alternativen habe Erzpriester Anatolij Koljada erneut abgelehnt. Im Gespräch war der Umbau des benachbarten Hauses in der Puschkinallee, das einem Privatinvestor gehört. Dieser hatte sich dazu bereit erklärt, dass sich Bauleiter und Gemeinde über eine Nutzung unterhalten, um die Kostenfrage zu klären. Doch die Gemeinde habe laut Jakobs die Terminangebote nicht wahrgenommen. Jakobs sagte, er musste befürchten, dass die Gemeinde den juristischen Weg einschlagen und die Stadt verklagen wird, sobald die Verwaltung die Bauvoranfrage negativ beantwortet. Dazu wird es allerdings nicht kommen. Denn Jakobs hat gestern den Antrag, dass das Land eine Einigung herbeiführen und Ministerin Johanna Wanka entscheiden soll, zurückgezogen. „Ich werde mich mit den Welterbeschützern in Verbindung setzen“, kündigte Jakobs an. jab

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