Potsdam : Kritik an gekürzter Filmförderung

Berlin/Potsdam - Die Filmbranche hatte seit Monaten davor gewarnt: Am Donnerstag hat der Haushaltsausschuss des Bundestags dem Vorschlag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), den Deutschen Filmförderfonds von 60 auf 50 Millionen Euro zu kürzen, zugestimmt. Die Potsdamer SPD-Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein sprach von einem großen Fehler, Kritik übte auch Grünen-Abgeordnete Annalena Baerbock. „Das ist ein katastrophales Signal an den Filmstandort Babelsberg“, sagte Wicklein. Der wirtschaftliche Schaden sei enorm. Filmförderung sei Wirtschaftsförderung, sagte Baerbock: „Jeder investierte Euro Förderung bringt sechs Euro für die regionale Wirtschaft.“ Baerbock warnte davor, dass „der wichtigste Wirtschaftszweig Berlin-Brandenburgs“ noch weiter geschwächt werden soll. 2015 seien weitere Kürzungen geplant – „und die rot-rote Landesregierung hält still“. Deutschland habe bereits durch die Diskussion um die Kürzungen an Vertrauen in Hollywood eingebüßt, hatte Studio-Babelsberg-Chef Christoph Fisser am Dienstag gesagt. Dem Studio seien deshalb zwei große Produktionen verloren gegangen. jaha