• Krankenstand höher als in Vorjahren: Potsdams Kritische Infrastruktur spürt neue Corona-Welle

Krankenstand höher als in Vorjahren : Potsdams Kritische Infrastruktur spürt neue Corona-Welle

In der Gesamtverwaltung und der Feuerwehr ist der Krankenstand höher als in den vergangenen Jahren - auch für die Krankenhäuser ist die Sommerwelle eine Belastung. 

Potsdam, 09.05.2022 / Lokales / Feuerwehr, Feuerwehrfahrzeug im Einsatz, Lkw, Foto: Ottmar Winter PNN ACHTUNG: Foto ist ausschlie§lich fŸr redaktionelle Berichterstattung der PNN und des TGSP! Eine kommerzielle Nutzung, z.B. Werbung, ist ausgeschlossen. Die Weitergabe an nicht autorisierte Dritte, insbesondere eine weitergehende Vermarktung Ÿber Bilddatenbanken, ist unzulŠssig.
Potsdam, 09.05.2022 / Lokales / Feuerwehr, Feuerwehrfahrzeug im Einsatz, Lkw, Foto: Ottmar Winter PNN ACHTUNG: Foto ist...Foto: Ottmar Winter PNN

Potsdam - Die befürchtete Covid-Sommerwelle zeigt erste Auswirkungen in der wichtigen kommunalen Infrastruktur. Eine PNN-Umfrage offenbart in Teilen spürbar höhere Krankenstände als in Vergleichsmonaten vor der Pandemie. So räumte eine Sprecherin der Stadtverwaltung ein, dass „Krankenstände in der Gesamtverwaltung und der Feuerwehr seit etwa drei Monaten konstant sind, aber höher als in den Vergleichsmonaten vor der Pandemie – und auch als 2020 und 2021“. 

Demnach ist der Krankenstand auch höher als in den beiden vorherigen Coronajahren. Zudem seien in den Krankenständen keine Quarantänefälle berücksichtigt. Konstant leicht erhöhte Krankheitszahlen seien in all jenen Bereichen der Verwaltung zu verzeichnen, die einen direkten Bürgerkontakt haben, hieß es aus dem Potsdamer Rathaus.

Der derzeitige Corona-Inzidenzwert für Potsdam steigt seit Ende Mai teils sprunghaft wieder an. Am Sonntag wurden 596,3 Covid-Infektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen verzeichnet. Potsdam liegt mit Abstand an der Spitze aller brandenburgischen Kreise und kreisfreien Städte. Es ist aber davon auszugehen, dass die Werte nur bedingt die tatsächliche Infektionslage abbilden, da längst nicht alle Erkrankten PCR-Tests durchführen. Nur per PCR-Test bestätigte Infektionen gehen in die Statistik ein.

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Bei den Stadtwerken Potsdam, die beim Teilbereich Verkehrsbetrieb erst jüngst wegen Personalengpässen verfrüht in den ausgedünnten Ferienfahrplan wechseln mussten, sprach Pressesprecher Stefan Klotz von „schwankenden Krankenständen“, die saisonal und jahreszeitenbedingt unterschiedlich seien.

St. Josefs befürchtet häufigere Personalengpässe

Unmissverständlich klingt die Reaktion aus dem Alexianer Krankenhaus St. Josefs: „Wir spüren die prognostizierte Sommerwelle schon sehr. Mit dem Beginn der Sommerferien kann es durch zusätzliche Urlaubsplanungen häufiger zu Personalengpässen kommen“, sagte Alexianer-Sprecher Benjamin Stengl. Derzeit gebe es im Haus eine vergleichbare Krankenquote wie im Vorjahreszeitraum. „Die Ausfälle sind gleichverteilt über alle Bereiche, ob ambulant und stationär genauso wie die Funktionsdienste und die Verwaltung.“ Weniger Personal bedeute immer auch weniger verfügbare stationäre Betten, machte Stengl deutlich.

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Auch das kommunale Ernst-von-Bergmann-Klinikum beobachtet derzeit eine vergleichbare Krankenquote wie im Vorjahreszeitraum. „Das kann im Klinikum gut ausgeglichen werden“, sagte Sprecherin Theresa Decker jedoch. Auch im Bergmann-Klinikum verteile sich der Ausfall durch Krankheit über alle Bereiche, so Decker.

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