• Kitas in Potsdam: Stadt warnt vor Engpässen

Kitas in Potsdam : Stadt warnt vor Engpässen

Wer im kommenden Jahr seine Kinder in einer Kita anmelden möchte, muss damit rechnen, dass es keinen Platz gibt.

Potsdam - Potsdams Stadtverwaltung bereitet Eltern auf Engpässe bei Kitaplätzen im nächsten Kitajahr vor. Es beginnt im September 2018. Es sei mit einer „engen Platzsituation zu rechnen“, teilte ein Rathaussprecher jetzt auf PNN-Anfrage mit. Betroffen seien besonders der Potsdamer Norden und Babelsberg. Daher plane die Stadtverwaltung gemeinsam mit Kitaträgern neue, schnell zu errichtende Standorte. Bereits in den vergangenen Jahren hatte das Rathaus Eltern ähnlich vorgewarnt.

Schon in der laufenden Kitaplanung für dieses Jahr hatte sich rechnerisch ein Minus von mehr als Tausend Plätzen gezeigt. Dabei ging es um 500 Plätze im Krippen- und 600 Plätze im Kita-Bereich. Doch inzwischen seien neben den Eröffnungen der Kitas „Ole Lukoie“ in Babelsberg und „Potsdam Kids“ in der Teltower Vorstadt für das nächste Frühjahr auch die Erweiterung der Kita „Fahrländer Landmäuse“ in Fahrland abgeschlossen. Zudem sei eine weitere Einrichtung „Am Jungfernsee“ geplant. „Damit werden erhebliche Platzkapazitäten geschaffen“, so der Sprecher. Zudem will die Stadt mit einer sogenannten integrierten Kita- und Hortbedarfsplanung künftig Engpässe erst gar nicht entstehen lassen (PNN berichteten). Zuletzt hatte die Stadt bereits Mehrkosten für zusätzliche Kitas in Höhe von zehn Millionen Euro prognostiziert, zumal auch mehr Personal finanziert werden soll, um die Qualität der Kitas zu verbessern.

Derzeit könne man lediglich zwei Kinder im Krippen- und zwei Kinder im Kindergartenalter nicht vermitteln, hieß es im Rathaus. Allerdings ist die Zahl der Familien, die sich bei der Kitasuche beim städtischen Kita-Tipp betreuen lassen, durchaus überschaubar. Wegen des Rechtsanspruchs auf einen Kitaplatz gebe es inzwischen auch Klagen und Anträge auf Erstattung von Verdienstausfall. Eine Absage erteilte der Stadtsprecher der Forderung der Linken und neuerdings auch der CDU, wieder auf städtische Kitas zu setzen. Auch hier müsste man Kosten ermitteln, Personal einstellen und bauen. „Dies würde zu keiner kurzfristigen Lösung führen.“

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