• Kinderbetreuung: Weniger Potsdamer Kinder bei der Tagespflege

Kinderbetreuung : Weniger Potsdamer Kinder bei der Tagespflege

Sie sind eine Alternative zur Kita, doch in Potsdam wie in ganz Brandenburg geht die Zahl der Tagesmütter- und väter zurück.

Tagesmütter bieten familiäre Betreuung. 
Tagesmütter bieten familiäre Betreuung. Foto: Franziska Kraufmann/dpa

Potsdam - In Potsdam wie im ganzen Land Brandenburg ist die Zahl der Tagesmütter und -väter zurückgegangen. Boten in der Landeshauptstadt zum Stichtag 1. März 2019 noch 89 Tagespflegepersonen Kinderbetreuung an, waren es zwei Jahre später nur 76. In Brandenburg sank die Zahl der Tagesmütter und -väter im genannten Zeitraum von 1014 auf 900. Das geht aus einer Antwort des Bildungsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der CDU-Abgeordneten Kristy Augustin hervor. 

Tagesväter sind selten 

In Potsdam sind Frauen in der Kindertagestagespflege deutlich in der Überzahl. Stand März 2021 waren 71 Tagespflegepersonen weiblich, fünf männlich. Landesweit ergibt sich ein ähnliches Bild: Unter den 900 Pflegepersonen, die Kinder – normalerweise unter drei Jahren – in Kleingruppen zu Hause oder in angemieteten Räumen betreuen, waren nur 55 Männer. Das entspricht einem Anteil von 6,11 Prozent. Rund ein Fünftel der Tagesmütter und -väter in Brandenburg war Anfang März dieses Jahres zwischen 50 und 55 Jahre alt. Jeweils etwa ein Sechstel war zwischen 55 und 60 sowie zwischen 45 und 50 Jahre alt. Nur drei Menschen in der Kindertagespflege waren bis zu 25 Jahre alt.
Auch die Zahl der Kinder, die alternativ zur Kita in einer Tagespflegestelle betreut werden, geht deutlich zurück. 2019 gingen in der Landeshauptstadt noch 417 Kinder zu einer Tagesmutter oder einem Tagesvater, davon waren 411 unter drei Jahre alt. Insgesamt wurden damit 2,4 Prozent der Kinder in Potsdam in einer Tagespflegestelle beaufsichtigt. 2021 lag der Anteil nur noch bei 1,9 Prozent, das entspricht 327 Kindern. Nur ein Kind war älter als drei Jahre. 

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Regionale Unterschiede 

Landesweit sank der Anteil der Kinder in Tagesbetreuung von 2,2 auf 1,8 Prozent. Nur in Elbe-Elster blieb der Anteil mit 0,7 Prozent konstant, in allen anderen Kreisen und kreisfreien Städten sank er. Regional gibt es deutliche Unterschiede. Im Havelland und in Oberhavel waren Anfang März 2,9 Prozent der Kinder in einer Kindertagespflege, in Frankfurt (Oder) sowie den Kreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin waren es nur 0,6 Prozent. 

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