• Kein Durchkommen auf der Seepromenade: Verkehrsbetrieb kapituliert vor Falschparkern
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Kein Durchkommen auf der Seepromenade : Verkehrsbetrieb kapituliert vor Falschparkern

Das heiße Wetter lockt viele Menschen aus Potsdam und dem Umland an den Groß Glienicker See. Parkplätze waren rar gesät, für den Bus gab es kein Durchkommen mehr. Die Anwohner sind genervt.

Der Bus der Linie 638 musste am Sonntag Umwege fahren.
Der Bus der Linie 638 musste am Sonntag Umwege fahren.Foto: Ronny Budweth

Potsdam - Aufgrund vieler falsch geparkter Fahrzeuge hat der Verkehrsbetrieb am Sonntag kurzerhand die Strecke der Buslinie 638 zwischen Spandau und dem Campus Jungfernsee geändert. Die große Anzahl der Falschparker auf der Seepromenade am Glienicker See machte ein Durchkommen für die Busse der Linie 638 unmöglich. Die Haltestelle Am Anger wurde zeitweise nicht mehr bedient, teilte der Verkehrsbetrieb am Sonntagnachmittag auf seiner Homepage mit.

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"Wir ertrinken unter dem Ansturm der Badegäste"

Parallel äußerte sich am Sonntag die stellvertretende Ortsvorsteherin von Groß Glienicke, Birgit Malik. Sie schilderte die Situation rund um die Badestelle im Potsdamer Ortsteil Groß Glienicke am Wochenende mit drastischen Worten: „Wir ertrinken unter dem Ansturm der Badegäste, der Müll türmt sich, der Bus fährt nicht mehr durch den Ort, das wilde Parken ist nicht mehr auszuhalten.“ Zudem würden viele der Badegäste auch die Naturschutzregeln nicht einhalten, so Malik weiter. 

Hilferuf auch aus Fahrland

Auch in Fahrland und Neu Fahrland wächst der Unmut über die Ströme an Wassersportler und falsch geparkte Autos. Der Fahrländer See wird derzeit ebenfalls überrollt vom Ansturm Erholungsuchender. Dass durch die Wassersportler auch die Tierwelt verschreckt wird ist eine Sache, die andere ist, dass die Sportler auch unerlaubt auf Äckern und Wiesen, auch landwirtschaftliche Wege zuparken, so dass die Landwirte nicht mehr mit ihren Geräten zum Acker kommen. Entsprechend groß sei der Unmut bei den Landwirten. Auch Wege auf dem alten Weinberg am Ufer würden befahren – teils sogar mit Wohnmobilen. Die jeweiligen Ortsbeiräte setzen sich dafür ein, dass die Stadt hier stärker durchgreift.


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