• Karfreitag in Potsdam: Warum im Potsdamer Spartacus trotz Tanz-Verbot gefeiert wird

Karfreitag in Potsdam : Warum im Potsdamer Spartacus trotz Tanz-Verbot gefeiert wird

Eigentlich darf an Karfreitag nicht getanzt werden, im Spartacus gibt es trotzdem eine Party. Der Verein fordert die Abschaffung religiöser Feiertage.

Der Spartacus-Club auf dem Freiland-Gelände.
Der Spartacus-Club auf dem Freiland-Gelände.Foto (Archivbild): Andreas Klaer

Potsdam - Trotz des gesetzlich verankertem Tanzverbots wird am Karfreitag auf dem Gelände des soziokulturellen Zentrums Freiland zum „atheistischen Tanz in gewohnt reflektierter Gesellschaft“ eingeladen. Der Spartacus e.V., einer der Nutzer des Areals, verschickte am Montag eine entsprechende Mitteilung. 

Ab 20 Uhr wird auf dem mit öffentlichen Geldern geförderten Areal unter dem Titel „I will dance“ zur Auseinandersetzung dem Thema „Trennung von Staat und Kirche“ aufgefordert. Nach der Infoveranstaltung soll zu „HipHop, Punk und Hits, Hits, Hits“ getanzt werden. „Das Christentum diktiert in Gesetze gegossen die Regeln des Zusammenlebens“, heißt es in der Mitteilung. Das sei weder zeitgemäß noch verhältnismäßig. Darüber hinaus fordert der Verein die Abschaffung von religiösen Feiertagen und helfe gern mit Vorschlägen für neue. 

Das Brandenburger Feiertagsgesetz verbietet derzeit „öffentliche Tanzveranstaltungen und Veranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieb, am Karfreitag von 0 Uhr bis Karsamstag 4 Uhr“.