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Jahreswechsel : Relativ entspannte Silvesternacht in Potsdam

Die Silvesternacht in Potsdam verlief nach Polizeiangaben ruhiger als im Vorjahr. Die Feuerwehr sprach dagegen von einer "ereignisreichen" Nacht.

Blick vom Hotel Mercure auf die beleuchtete Breite Straße und das Filmmuseum während des Silvesterfeuerwerks.
Blick vom Hotel Mercure auf die beleuchtete Breite Straße und das Filmmuseum während des Silvesterfeuerwerks.Foto: Kurt Meyer/dpa

Potsdam - Der Jahreswechsel in Potsdam ist aus polizeilicher Sicht "relativ entspannt" verlaufen, wie ein Polizeisprecher gegenüber den PNN am Neujahrsmorgen berichtete.

Die Polizei war in der Innenstadt verstärkt im Dienst, es blieb jedoch weitgehend friedlich. Lediglich ein paar kleinere Auseinandersetzungen sind zu vermelden, größere Vorkommnisse gab es nach Angaben der Polizei nicht.

Feuerwehr in Potsdam hatte gut zu tun

Weniger ruhig war der Dienst bei der Feuerwehr: Ein "ereignisreicher Dienst" liegt hinter den Einsatzkräften, heißt es auf dem Twitter-Account der Potsdamer Feuerwehr.

Bereits wenige Minuten nach Mitternacht musste die Feuerwehr nach Babelsberg ausrücken. Zwei Brände waren der Leitstelle gemeldet worden. In einem Fall brannte es in einer Wohnung. Vermutlich hatte ein Feuerwerk-Querschläger den Brand ausgelöst, so die Feuerwehr. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Gegen 1 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Balkonbrand in die Waldstadt gerufen. Einen weiteren Balkonbrand gab es fast zeitgleich in Drewitz.

Wie Sebastian Stanke, diensthabender Feuerwehrmann in der Leitstelle, gegenüber den PNN berichtete, musste eine Person mit Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Entspannter Jahreswechsel in Potsdam
Entspannter Jahreswechsel in PotsdamFoto: Sebastian Gabsch/ PNN

Und die Nacht wurde nicht ruhiger. Um kurz nach 2 Uhr brannte es in einem Müllraum in einer Tiefgarage am Stern. Die Feuerwehr vermutet, dass ein "zu früh in die Mülltonne geworfene Feuerwerksbatterie" der Auslöser des Brandes war.

Insgesamt musste die Feuerwehr in Potsdam- Berufs- und freiwillige Feuerwehr zusammen - bis zum frühen Morgen 35 Mal ausrücken, 75 Mal machte sich der Notarzt auf den Weg.

In Bornstedt wurde eine Person schwer an der Hand verletzt und musste eine Person ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Silvesterknaller war nach Angaben der Feuerwehr in der Hand explodiert.

Ein Kind erlitt in der Innenstadt Verbrennung im Gesicht, die auch durch einen Feuerwerkskörper zustande kamen. Zur Schwere der Verletzung konnte die Feuerwehr am Neujahrsmorgen noch keine Angaben machen.
Zwei weitere Personen wurden bei einem Verkehrsunfall im Zentrum Ost leicht verletzt.

Im St. Josefs-Krankenhaus wurde eine Person versorgt, die durch einen Böller verletzt wurde, zwei Menschen wurden wegen "Rauchgasinhalation" behandelt. Darüber hinaus war es aber auch hier "relativ ruhig. Ein bemerkenswerter Anstieg an Verletzten war nicht zu verzeichnen", so Krankenhaussprecher Benjamin Stegl gegenüber den PNN. Auch im Ernst-von-Bergmann-Klinikum war es gemessen an der Anzahl der Fälle ruhig - die Schwere der Verletzungen war dagegen "brisanter als im Vorjahr", so eine Sprecherin.

Nach Angaben von Polizeihauptkommissar Jens Kneip war es im Vergleich zum vorherigen Jahreswechsel jedoch ruhiger. "Es wurde gefühlt weniger geböllert", so der Polizeisprecher am Neujahrsmorgen. Auch die Straßen seien relativ sauber.