• Intendantenwechsel am Hans Otto Theater: Tobias Wellemeyer hört auf

Intendantenwechsel am Hans Otto Theater : Tobias Wellemeyer hört auf

Potsdam muss ab der Spielzeit 2018/2019 nach einem neuen Intendanten für das Hans Otto Theater suchen. Tobias Wellemeyer wird seinen Vertrag nicht verlängern.

Abschied. Im Oktober feierte Tobias Wellemeyer noch sein 10-jähriges Jubiläum am HOT. Foto. Manfred Thomas
Abschied. Im Oktober feierte Tobias Wellemeyer noch sein 10-jähriges Jubiläum am HOT. Foto. Manfred Thomas

Potsdam und der Intendant des Hans Otto Theaters Tobias Wellemeyer gehen künftig getrennte Wege. Am Donnerstag teilte die Stadtverwaltung die Trennung von dem langjährigen Leiter des Theaters an der Schiffbauergasse mit. Ab der Spielzeit 2018/2019 werde es einen Wechsel der künstlerischen Leitung geben. Das sei das Resultat eines „gemeinsamen Entscheidungsprozesses“ von Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) und Wellemeyer, hieß es.

Tobias Wellemeyer ist seit 2009 Intendant des Potsdamer Theaters. Sein Anstellungsvertrag wurde 2013 verlängert und läuft mit dem Juli 2018 regulär aus. Zum Auswahlverfahren eines neuen Intendant laufen derzeit die Vorbereitungen, so die Stadtverwaltung.

Neue Impulse setzen

„Herr Wellemeyer hat am Hans Otto Theater eine sehr gute Arbeit geleistet“, sagte Jakobs. Er habe das Theater konsolidiert, sich Verdienste um den Ensembleaufbau erworben und das Festival „Stadt für eine Nacht“ als feste Größe im Kulturkalender Potsdams etabliert. Zudem habe er mit eigenen Inszenierungen wie Uwe Tellkamps „Der Turm“ oder Leo Tolstois „Auferstehung“ das Profil des HOT geschärft, so Jakobs weiter. Das Theater sei gut aufgestellt. „Jetzt ist es aber an der Zeit, neue Impulse zu setzen. Der frühe Zeitpunkt der Entscheidung gibt beiden Seiten Planungssicherheit.“

„Es ist uns in den zurückliegenden Spielzeiten am Hans Otto Theater gelungen, mit einem modernen, sozial engagierten und abwechslungsreichen Spielplan das Interesse und die Zuneigung unseres Publikums zu gewinnen“, so Wellemeyer. Auch das Theater bleibe lebendig durch schöpferischen Wandel. „Nach zwei Amtszeiten als Intendant übergebe ich das Haus an Nachfolger, die es abermals von Grund auf neu erfinden.“

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