• Ingenieurkammer kürt besondere Modelle: Potsdamer Schüler baut beste Schanze

Ingenieurkammer kürt besondere Modelle : Potsdamer Schüler baut beste Schanze

Mehr als 300 Schüler beteiligten sich am Wettbewerb „IdeensprINGen“ der Brandenburgischen Ingenieurkammer. Der Gewinner ist ein Schüler aus Potsdam.

Erster Platz. Chris Kornmüller gewann mit seiner „MB-Speed“.
Erster Platz. Chris Kornmüller gewann mit seiner „MB-Speed“.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Hoch hinaus ging es am Mittwoch für einen Potsdamer Schüler: Chris Kornmüller hat mit seiner selbst gebauten Skischanze in Miniaturformat den ersten Preis des Wettbewerbs „IdeensprINGen“ der Brandenburgischen Ingenieurkammer gewonnen. Sein Modell hat sich gegen die Kreationen von 42 anderen Bewerbern in seiner Altersklasse durchgesetzt.

Mehr als 300 Schüler aus 14 Schulen in Brandenburg hatten sich mit 86 Modellen an diesem Landeswettbewerb beteiligt. Durch den Wettbewerb soll der Ingenieurberuf stärker in den Fokus von naturwissenschaftlich interessierten Schülern gerückt werden. Bundesweit wird er durch die zwölf Ingenieurkammern initiiert. Die Landessieger sind auch für den Bundeswettbewerb am 16. Juni qualifiziert.

"Einhornrampe" und "Sprungblüte"

„Ich habe mein Modell im Rahmen einer Arbeit für das Fach Technik angefertigt“, sagte Chris Kornmüller, der die neunte Klasse der Neuen Gesamtschule Babelsberg besucht. Erst habe er einen Entwurf gezeichnet, dann mit Pappe, Aluminiumteilen und Kunststoff die Schanze gebaut. Den Funktionstest mit einer Belastung mit 300 Gramm Gewicht hat die Schanze bestanden. Auch Originalität des Modells, Sinnhaftigkeit und die Verarbeitung des Materials sind von der Jury bewertet worden. Die Schüler sind nicht nur bei der Gestaltung der Schanzen und den verwendeten Materialien kreativ geworden. Auch die Namen der Modelle weckten das Interesse der Jury: „Einhornrampe“ oder auch „Sprungblüte“ – Modelle von Schülern des Ernst-Haeckel-Gymnasiums in Werder (Havel) – sind ebenfalls als sehr gelungen ausgezeichnet worden.

Chris Kornmüller hat seine Schanze „MB-Speed“ genannt. „Ich habe ein Praktikum bei Mercedes Benz gemacht und dadurch war ich, was die Konstruktion der Schanze betraf, inspiriert“, so der Schüler. Etwa vier Wochen habe der Bau des Sprunggerüsts gedauert. „Das Modell hebt sich durch seine filigrane Ausführung ab“, lobte Bildungsminister Günter Baaske (SPD) in seiner Laudatio. Die Gesamtform der Laufbahn sei sehr realitätsnah abgebildet, auch die Herstellung der Bögen und Kreise mit unterschiedlichen Radien unterhalb der Schanze habe eine besondere Herausforderung dargestellt.

Die jüngste Teilnehmerin ist neun Jahre alt

In der Alterskategorie erste bis achte Klasse stellte sich Zora Hinzmann von der Montessori-Oberschule Potsdam mit einem Modell der Jurybewertung. Die Neunjährige baute selbst eine Schanze, als jüngste Teilnehmerin im Wettbewerb. „Mein Papa hat mir ein wenig mit dem Heißkleber geholfen, aber alles andere habe ich alleine gemacht“, sagte Hinzmann, die ebenfalls eine Anerkennungsurkunde für ihre Schanze „Die fliegenden Murmeln“ erhielt. joh