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Immobilienmärkte Berlin und Ostdeutschland 2015 : Büromieten in Potsdam am höchsten

Büro-Mieten in Potsdam sind im Vergleich zu anderen ostdeutschen Großstädten am höchsten. Ein neuer Marktbericht zum Immobilienmarkt in Ostdeutschland zeigt aber auch positive Trends auf.

Büroräume sind in Potsdam im ostdeutschen Vergleich besonders teuer.
Büroräume sind in Potsdam im ostdeutschen Vergleich besonders teuer.Foto: dpa

Potsdam - Die Mietpreise für Büroflächen in Potsdam sind deutlich gestiegen – für einfache Arbeitsräume um sechs Prozent, für hochwertigere Büros sogar um 12,5 Prozent. Das geht aus dem Marktbericht „Immobilienmärkte Berlin und Ostdeutschland 2015“ der TLG Immobilien AG hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Demnach wurden in Potsdam im Jahr 2014 Büros mit einer Qudratmetermiete von 5 bis 13,50 Euro vermittelt. Im Vergleich zu ostdeutschen Großstädten wie Rostock, Dresden, Leipzig, Magdeburg, Erfurt und Jena weist Potsdam damit die höchsten Büro-Mietpreise auf.

Allerdings attestiert die TLG dem gesamten Osten eine positive Entwicklung, was sich unter anderem in einer weiter steigenden Investitionstätigkeit bei Gewerbeflächen niederschlage. „Es gibt ein wachsendes Interesse für Ostdeutschland – auch in den Nebenlagen“, sagte TLG-Vorstand Niclas Karoff am Dienstag.

Potsdam profitiert als Landeshauptstadt und zur Nähe Berlins

In Potsdam allerdings steht den steigenden Büromieten eine ebenfalls leicht gestiegene Leerstandsquote bei Arbeitsräumen gegenüber (0,5 Prozent). Auch ging die Zahl der in Büros Beschäftigten etwas zurück. Nach wie vor aber weise Potsdam im Vergleich mit den ostdeutschen Städten und Berlin mit 4,9 Prozent die niedrigste Leerstandsquote auf. Hierbei profitiere Potsdam vor allem von seiner Funktion als Landeshauptstadt und der Nähe zu Berlin, heißt es im TLG-Marktbericht.

Ebenfalls kräftig gestiegen sind in Potsdam der Studie zufolge die Mietpreise für Einzelhandelsflächen – aber nur im Innenstadtbereich. Für Flächen ab einer Größe von 150 Quadratmeter wurde im vergangenen Jahr laut der TLG bis zu 40 Euro pro Quadratmeter aufgerufen – eine Steigerung um 14 Prozent. Vereinzelt seien sogar Spitzenpreise in Höhe von 55 Euro gezahlt worden, hieß es. Dafür sanken die Mietpreise für Einzelhandelsflächen in Nebenlagen von 6 bis 12 Euro auf 6 bis 10,50 Euro. Angaben zum Leerstand konnte die TLG nicht machen.

Kein Bedarf an weiteren Flächen in der Innenstadt

Trotz der gestiegenen Mieten im Innenstadtbereich sieht Niclas Karoff dort keinen Bedarf an zusätzlichen Flächen – vor allem aufgrund der Attraktivität Berlins als Einkaufsstadt. „Potsdam ist sehr gut bestückt mit Einzelhandelsflächen und wird kurzfristig eine gewisse Sättigung erreichen“, so Karoff. 

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