• IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn: Warnstreik in Potsdamer Autohäusern

IG Metall fordert vier Prozent mehr Lohn : Warnstreik in Potsdamer Autohäusern

Die Gewerkschaft hat Beschäftigte im Kfz-Handwerk dazu aufgerufen, die Arbeit am Dienstag und Mittwoch niederzulegen.

Der Protest richtet sich laut IG Metall gegen die vergleichsweise niedrigen Einkommen und Ausbildungsvergütungen (Symbolbild).
Der Protest richtet sich laut IG Metall gegen die vergleichsweise niedrigen Einkommen und Ausbildungsvergütungen (Symbolbild).Foto: dpa

Potsdam - Wer Dienstag oder Mittwoch in Potsdam sein Auto in eine Werkstatt bringen will, steht möglicherweise vor verschlossenen Türen. In den aktuellen Tarifverhandlungen für die Kfz-Werkstätten und Autohäuser hat die Gewerkschaft IG Metall zu Warnstreiks im Kfz-Handwerk aufgerufen. So soll Bewegung in die laufenden Verhandlungen kommen, teilte die Gewerkschaft am Montag mit.

In Potsdam beteiligen sich laut IG Metall am heutigen Dienstag in der Zeit von 10 bis 12.30 Uhr unter anderem die Mitarbeiter der Volkswagen Automobile Potsdam in der Gerlachstraße 47-49 am Ausstand. Am Mittwoch legen die Mitarbeiter des Autohauses Sternagel in der Gerlachstraße 14 die Arbeit in der Zeit von 12 bis 13.30 Uhr nieder. Von 13 bis 14 Uhr folgen auch die Beschäftigten der IVECO Potsdam, Verkehrshof 6, dem Aufruf.

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Mehr Geld für Auszubildende gefordert

Die IG Metall fordert nach eigenen Angaben vier Prozent mehr Entgelt für zwölf Monate und eine überproportionale Erhöhung für Auszubildende. Trotz „sehr guter Erträge im Vorjahr und nahezu gleichgebliebener Umsätze“ seien die Arbeitgeber nicht bereit, die Beschäftigten am Erfolg zu beteiligen, so der Vorwurf. Ein konkretes Verhandlungsangebot hätten die Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde nicht vorgelegt.

Der Protest richtet sich laut IG Metall gegen die vergleichsweise niedrigen Einkommen und Ausbildungsvergütungen. Auch innerhalb der gesamten Branche erhalten Kfz-Gesellen in Berlin, Brandenburg und Sachsen bis zu 25 Prozent weniger als ihre Kolleginnen und Kollegen in westdeutschen Autohäusern. Das bedeutet bis zu 6500 Euro weniger im Jahr.

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