Hundetagesstätte in Potsdam : "Huta" soll Klinikum für Fachkräfte attraktiver machen

Die Hundetagesstätte auf dem Gelände des Ernst-von-Bergmann-Klinikums ist eine Maßnahme zur Mitarbeiterbindung. Das hat sich das Klinikum einige tausend Euro kosten lassen.

Der eingezäunte Hundebereich auf dem Klinikumgelände Ernst von Bergmann.
Der eingezäunte Hundebereich auf dem Klinikumgelände Ernst von Bergmann.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die umstrittene neue Hundetagesstätte des Klinikums „Ernst von Bergmann“ hat das kommunale Unternehmen mit 7000 Euro gefördert. Von dem Geld sei unter anderem die nötige Zaunanlage in Eigenleistung errichtet worden, sagte Klinikumssprecherin Damaris Hunsmann am Donnerstag auf PNN-Anfrage.

Bis zu zwölf Hunde könnten in der im November eröffneten Anlage von einem professionellen Kooperationspartner, der die Räume dafür angemietet habe, an Werktagen jeweils von 7 bis 17 Uhr betreut werden. Pro Tag würden 15 Euro verlangt, pro Monat rund 200 Euro – was nach PNN-Informationen als sehr günstig in der Branche gilt. Um welchen Anbieter es gehe, sagte Hunsmann nicht.

Es handele sich um eine Maßnahme zur Mitarbeiterbindung in Zeiten des Fachkräftemangels, betonte Hunsmann – etwa neben Betriebskita- oder sportgruppen. Derzeit würden bis zu acht Mitarbeiter regelmäßig ihre Hunde abgeben, insgesamt gebe es 30 Interessenten. Auch Klinikchef Steffen Grebner nutze die sogenannte Huta in Ausnahmefällen, hatte sie bestätigt. Allerdings hatte das Projekt nach PNN-Informationen intern auch für Unmut gesorgt – unter anderem deswegen, weil die Tiere in einem früheren Praxisraum der für die Ausbildung von Nachwuchskräften zuständigen Gesundheitsakademie untergebracht sind. Daran sehe man den Stellenwert der Ausbildung im Klinikum, lästerte die Fraktion Die Andere am Donnerstag. Das Klinikum hatte hingegen auf Anfrage betont, man habe bessere Ersatzräume für die Schüler mit mehr Tageslicht gefunden.

Das Projekt hatte auch bei Behörden im Rathaus für Nachfragen gesorgt, auch weil die Umnutzung der Räume nach PNN-Informationen etwas verspätet in der Stadtverwaltung angezeigt wurde. Daher fand am Donnerstag noch ein Vor-Ort-Termin statt, bei dem es um mögliche Hygiene- oder Brandschutzprobleme ging. Nun warte man noch auf Unterlagen und prüfe das Ganze, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow im Anschluss auf Anfrage. Allerdings sehe man keine Hürden für das Huta-Projekt.

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