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Hohe Waldbrandgefahr : Hitzewarnung für Potsdam bis Donnerstagabend

Am Mittwoch stiegen die Temperaturen auf rund 34 Grad, am Donnerstag wird es wohl noch heißer. Bibliothek verschiebt Pop-up-Aktion wegen der erwarteten Hitze. 

Am Mittwochmittag herrschten in Temperaturen von rund 30 Grad.
Am Mittwochmittag herrschten in Temperaturen von rund 30 Grad.Foto: Ottmar Winter

Potsdam - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für Mittwoch und Donnerstag eine Hitzewarnung für Potsdam herausgegeben. Unter schwachem Hochdruckeinfluss setzt sich aus Südwesten in Berlin und Brandenburg trockene und zunehmend wieder heiße Luft durch, schreiben die Meteorologen.

"Am Mittwoch wird eine starke Wärmebelastung erwartet. Am Donnerstag wird eine starke Wärmebelastung erwartet. Donnerstag ist mit einer zusätzlichen Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet von Potsdam zu rechnen", teilten die Meteorologen mit. Am späten Mittwochnachmittag lagen die Temperaturen in Potsdam bei knapp 34 Grad, am Donnerstag werden bis zu 37 Grad erwartet. 

Erst am Freitag soll es im Laufe des Tages zu Schauern und Gewittern kommen, die besonders im Südosten Brandenburgs auftreten. Es werden Höchsttemperaturen zwischen 27 Grad in der Prignitz und 34 Grad in der Niederlausitz erwartet.

Mit den Temperaturen steigt auch die Gefahr von Waldbränden in Brandenburg wieder. Für den Donnerstag wird nach Angaben des stellvertretenden Waldbrandschutzbeauftragten des Landes, Philipp Haase, landesweit die höchste Waldbrandgefahrenstufe fünf erwartet. Nach Angaben des Umweltministeriums galt am Mittwoch bis auf die Prignitz und Ostprignitz-Ruppin in allen Landkreisen die zweithöchste Gefahrenstufe vier, in den beiden nördlichen Kreisen bereits die höchste Stufe fünf. „Es gibt eine starke Sonneneinstrahlung auf die Waldböden, das Risiko von Waldbränden wächst“, sagte Haase. 

Potsdamer Juli zu warm

Potsdam hatte erst im Juli einen neuen Allzeit-Hitzerekord erreicht: Am 20. Juli wurden 38,9 Grad gemessen, 0,3 Grad über dem bisherigen Allzeit-Rekord aus dem Jahr 1992 (PNN berichteten). Die Zahl der jährlichen Hitzetage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Gab es im Zeitraum von 1971 bis 2000 im Mittel noch jährlich 9,6 Hitzetage in Potsdam, sind es jetzt durchschnittlich bereits 15. In diesem Jahr waren bislang zwölf heiße Tage in Potsdam zu verzeichnen.

Für ganz Brandenburg bilanzierte der DWD einen überdurchschnittlich warmen und trockenen Juli: Das Temperaturmittel rückte den Angaben zufolge auf 19,3 Grad - 1,4 Grad über dem langjährigen Mittelwert. Mit nur 35 Litern Regen je Quadratmeter blieb es außerdem niederschlagsarm - der langjährige Durchschnittswert für Juli liegt bei 54 Litern pro Quadratmeter. Die Sonne schien 260 Stunden, das sind 37 Stunden mehr als im langjährigen Mittel. Die Dürrejahre seit 2018 machen sich in Potsdam mit deutlich gesunkenen Grundwasserständen bemerkbar.

Bibliothek verschiebt Pop-up-Aktion

Wegen der angekündigten Hitze verschiebt die Stadt- und Landesbibliothek eine ursprünglich am Donnerstag (4. August) geplante Pop-up-Aktion auf der Freundschaftsinsel. Sie soll nun am 9. August stattfinden, wie die Bibliothek auf ihrer Webseite mitteilte. Dann sind Mitarbeitende von 14.30 bis 17.30 Uhr mit einem Lastenrad auf dem Spielplatz auf der Freundschaftsinsel mit Angeboten für Kinder und Familien. 

So können Bücher, Tonies, Tiptoi-Bücher sowie Gegenstände aus der „Bibliothek der Dinge“ entliehen werden. Vorlesepaten lesen aus spannenden Geschichten, auch Riesenseifenblasen gibt es. Interessierte, die noch keinen Bibliotheksausweis haben, können sich vor Ort anmelden, um direkt aus der Pop-up-Bibliothek auszuleihen. (mit dpa)

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