• HINTERGRUND: Vom Angerdorf zur Vorstadt

HINTERGRUND : Vom Angerdorf zur Vorstadt

Die erste urkundliche Erwähnung von Fahrland findet sich auf einer Schenkungsurkunde des Markgrafen Otto II. von Brandenburg vom 28. Mai 1197, die im Domstiftsarchiv Brandenburg aufbewahrt wird. Heute dominieren Neubauten die Umgebung des alten Dorfkerns. Aus einem kleinen märkischen Angerdorf mit etwa 1200 Einwohnern wurde ein Potsdamer Stadtteil mit mehreren Tausend Bewohnern. In den vergangenen Jahren prägten Baukräne die Silhouette. Allein innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist die Einwohnerzahl um mehr als ein Drittel gewachsen. Das hat größtenteils mit dem Engagement der Firma Semmelhaack zu tun. Das Immobilienunternehmen ist seit den 1990er-Jahren in Potsdam aktiv und der größte private Vermieter in der Stadt. „Potsdam ist unser wichtigster Standort im Osten“, hatte Investor Theodor Semmelhaack 2013 erklärt. Einen großen Wohnungsbestand hat die Firma auch in Fahrland. Mehr als 600 Wohnungen und 400 Eigenheime hat das Unternehmen dort errichtet. Die Wohnungen behält Semmelhaack im Bestand. Die Eigenheime werden zum Teil verkauft. Das jüngste fertiggestellte Viertel heißt Am Upstall Süd. Zwischen dem alten Dorfkern, der Gartenstraße und der Von-Stechow-Straße sind bis zum vergangenen Jahr 270 Wohnungen in dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern und 150 Eigenheime – Reihenhäuser, Doppelhaushälften und Einfamilienhäuser – entstanden. 80 Millionen Euro wurden nach Unternehmensangaben investiert. Die Zwei- und Dreizimmerwohnungen haben Größen von 43 bis 73 Quadratmetern, jede Wohnung verfügt zudem über einen Balkon. Fast alle Wohnungen und Häuser sind bereits bezogen. Nur noch fünf Wohnungen sind derzeit noch frei. Die Nachfrage sei rege. In Sichtweite drehen sich dementsprechend die nächsten Kräne: Nördlich des Dorfkerns entsteht mit Upstall Nord die nächste Wohnanlage. 120 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und 110 Eigenheime sollen dort in diesem Jahr fertiggestellt werden. 50 Millionen Euro investiert Semmelhaack dort. Später sollen noch 40 Eigenheime an der Ketziner Straße gebaut werden. Dafür stehe die Baugenehmigung allerdings noch aus. Das Unternehmen setzt damit ein Konzept fort, das es vor einigen Jahren bereits im Wohngebiet Eisbergstücke begonnen hat. Mitte der 2000er-Jahre wurden dort rund 350 Wohnungen und 250 Eigenheime errichtet. mar

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