HINTERGRUND : Mehr als nur vegetarisch

Als Veganer bezeichnet man Menschen, die auf Nahrung tierischer Herkunft verzichten. Im Gegensatz zu Vegetariern meiden sie nicht nur Fleisch und Fisch, sondern auch Milch und Eier, mitunter auch Honig. Einige Veganer verzichten generell auf tierische Produkte, zum Beispiel auch Leder und Wolle. Meist spielen moralische, seltener auch religiöse oder gesundheitliche Gründe eine Rolle. Der moderne Veganismus entstand 1944 mit der „Vegan Society“, die eine Abspaltung der „Vegetarian Society“ darstellte. Gründer beider Gesellschaften war der 1910 geborene Donald Watson. Der Brite wurde bereits im Alter von 14 Jahren nach einem Besuch auf dem Bauernhof seines Onkels Vegetarier. Ab den 1940ern begann er, vegan zu leben, was er als logische Vollendung des Vegetarismus empfand. In Deutschland bezeichnen sich laut einer Studie des Marktforschungsinstituts YouGov 0,7 Prozent der Bevölkerung als strenge Veganer, weitere 0,4 Prozent verzichten weitgehend auf tierische Produkte. Kernmotivatoren für Veganer sind laut der Studie ethische Gründe, aber auch eine gesunde Ernährungsweise. Ebenso wurden Gewichtsreduktion sowie der Schutz der Umwelt genannt. Allerdings ergab die Studie auch, dass sich lediglich 60 Prozent der Veganer in Deutschland konsequent an diesen Ernährungsstil halten. juf/dpa