• Hilfe für Flüchtlinge: Biosphäre wird Notunterkunft für Ukrainer:innen

Hilfe für Flüchtlinge : Biosphäre wird Notunterkunft für Ukrainer:innen

In der Tropenhalle könnten Geflüchtete kurzzeitig untergebracht werden. 150 Betten stehen nach Angaben der Stadt zur Verfügung.

An der Biosphäre wird die Erstanlaufstelle bereits vorbereitet
An der Biosphäre wird die Erstanlaufstelle bereits vorbereitetFoto: Ottmar Winter

Potsdam - Die Stadt Potsdam bereitet sich darauf vor, eine größere Zahl von Kriegsflüchtlingen menschenwürdig unterbringen zu können. Zu diesem Zweck soll die Orangerie in der Biosphäre am Volkspark kurzfristig als Notunterkunft präpariert werden. Das hat der städtische Krisenstab unter Ordnungsdezernentin Brigitte Meier (SPD) entschieden, teilte das Rathaus am Dienstagabend mit. 150 Betten stünden dort zur Verfügung, es gehe um die kurzfristige Unterbringung möglichst für nur eine Nacht, hieß es. 

Generell würden Flüchtlinge zunächst in Hotels, Pensionen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, so das Rathaus. Die Orangerie der Tropenhalle war bereits auch schon Ausweichort für die Potsdamer Moschee, bevor diese erweitert wurde. Für Besucher bleibt die eigentliche Biosphäre aber offen.

Die Zahl der Flüchtlinge steigt 

In den vergangenen Tagen sei die Zahl der Flüchtlinge, die in Potsdam nicht schon bei Freunden oder Verwandten untergekommen sind, deutlich gestiegen. 83 waren es am Sonntagabend, allein am Dienstag habe man 220 Menschen unterbringen müssen. Die Lage sei dynamisch, hieß es aus dem Stab – auch weil manche Ukrainer nach ein oder zwei Tagen in Potsdam weiterreisten zu anderen Verwandten oder Freunden.

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Meldestelle für Ukrainer:innen

Geflüchtete, die in Potsdam über private Kontakte zunächst längere Zeit unterkommen, können sich nun bei der Stadtverwaltung in der Behlertstraße 3a melden. Dort sollen sie Informationen bekommen, wie sie zum Beispiel Asylhilfe beantragen können, hieß es. 

Sowohl an der Biosphäre als auch an der Behlertstraße sei keine Annahme von Spenden jeder Art vorgesehen, so das Rathaus.

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