• Hilfe für Bedürftige in der Pandemie: Potsdams Suppenküche gibt Festessen aus

Hilfe für Bedürftige in der Pandemie : Potsdams Suppenküche gibt Festessen aus

Sauerbraten und Klöße gab es dieses Jahr nur zum Mitnehmen, statt vor Ort warm serviert - denn Corona lässt auch zu Weihnachten kein anderes Miteinander zu.

"Festessen to go": Weihnachtsaktion im Sozialen Zentrum in der Suppenküche der Potsdamer Volkssolidarität.
"Festessen to go": Weihnachtsaktion im Sozialen Zentrum in der Suppenküche der Potsdamer Volkssolidarität.Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Hilfe für finanziell bedürftige Menschen zu leisten ist in der Corona-Zeit nicht einfach. So ist die Potsdamer Suppenküche der Volkssolidarität auf dem Gelände der Stadtverwaltung an der Friedrich-Ebert-Straße bereits seit dem November-Lockdown nicht mehr für Bedürftige geöffnet. Sie können dort Essen abholen, doch die Küche bleibt kalt.

Vor Corona war die Suppenküche täglich zwei Stunden geöffnet, die Besucher konnten mittags ein warmes Essen bekommen, es gemeinsam mit anderen an den Tischen verzehren, sich unterhalten und aufwärmen. Und zu Weihnachten wurde in der Suppenküche ein Festessen serviert.

Dieses Jahr ist nun wegen der Corona-Pandemie alles anders - ein Festessen allerdings gab es am ersten Feiertag in der Suppenküche doch. Ab 10 Uhr konnten sich Besucherinnen und Besucher eine Portion Sauerbraten mit Klößen zum Mitnehmen abholen, finanziert von der Stadt Potsdam. Zudem gab es für alle, die an Weihnachten zur Suppenküche kamen, eine Tüte mit Geschenken wie Schokolade, Drogerieartikeln und Obst. 

Vor Ort auf dem Gelände der Stadtverwaltung konnten sich Potsdamer das Essen für den ersten Weihnachtsfeiertag abholen.
Vor Ort auf dem Gelände der Stadtverwaltung konnten sich Potsdamer das Essen für den ersten Weihnachtsfeiertag abholen.Foto: Sebastian Gabsch

Der Leiter der Suppenküche Peter Müller hatte den PNN im November berichtet, dass wegen Corona weniger Menschen zum Essenabholen gekommen seien.  Viele hätten Angst, sich anzustecken, zudem könnten die meisten auch die Wege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt nicht bezahlen. Das betreffe beispielsweise die Wohnungslosen, die im Obdachlosenheim in Nedlitz oder jetzt in der Winterhilfe in zwei Pensionen unterkommen. Rund 15 bis 20 Tüten mit Essen wurden im November täglich ausgegeben, dazu zweimal wöchentlich Kleider aus der Kleiderkammer.



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