• Golmer Nordanbindung zurückgestuft: Bauausschuss plädiert für B-Plan in Grube

Golmer Nordanbindung zurückgestuft : Bauausschuss plädiert für B-Plan in Grube

Golm - Der Ortsvorsteher von Golm, Marcus Krause (SPD), ist verärgert über eine Entscheidung des Potsdamer Bauausschusses vom Dienstagabend. Die Ausschussmitglieder hatten mehrheitlich beschlossen, den vorgesehenen Bebauungsplan für die straßenseitige Nordanbindung von Golm entlang der Bahnlinie in der Priorität herabzustufen. Somit soll das Vorhaben bis auf Weiteres nicht mehr in der obersten Kategorie geführt werden, sondern nur noch als Nachrücker für diese Prioritätsstufe. In der obersten Kategorie sind jene Bebauungspläne gelistet, die aktuell zur Bearbeitung anstehen.

„Mich hat das echt geschockt“, äußerte sich Krause gegenüber den PNN zum Votum des Bauausschusses. Der Ortsvorsteher zeigte sich besonders enttäuscht über die Informationspolitik des Rathauses. Eine Vertreterin der Bauverwaltung hatte den Ausschussmitgliedern auf der Sitzung empfohlen, zugunsten eines angestrebten Bebauungsplans für die Höfe in der Straße Am Küssel im Ortsteil Grube entweder die Golmer Nordanbindung oder einen Bebauungsplan in Groß Glienicke zurückzustufen. Von dieser Empfehlung sei er, so Krause, im Vorfeld nicht informiert worden.

Die Ausschussvertreter hatten das Thema am Dienstag ausführlich beraten. Als während der Diskussion die Idee aufkam, den für Grube vorgesehenen Bebauungsplan einfach zusätzlich aufzunehmen, ohne ein anderes Verfahren zurückzustufen, mahnte Stadtplanungschef Andreas Goetzmann wiederum, die Bauverwaltung habe nur eine begrenzte Kapazität. Inhaltlich begründete die Verwaltung ihren Vorschlag zur Rückstufung des Golmer Vorhabens damit, dass für den Bebauungsplan zur Straßenanbindung von Golm entlang der Bahn an die Golmer Chaussee zunächst noch ein Gutachten gefertigt werden müsse und hierfür viel Zeit benötigt werde. Daher könne man aktuell sowieso nicht an dem Plan weiterarbeiten. Ortsvorsteher Krause befürchtet angesichts der Rückstufung nun, dass die Erstellung des nötigen Gutachtens auf die lange Bank geschoben werden könnte – und somit die Nordanbindung in weite Ferne rückt. Das letzte Wort hat die Stadtverordnetenversammlung. HC

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