• Gemälde von Max Koch: Erst bei "Bares für Rares" - und jetzt in Potsdam

Gemälde von Max Koch : Erst bei "Bares für Rares" - und jetzt in Potsdam

Nach einer langen Reise ist ein weiteres Bild von Max Koch im Potsdam Museum angekommen. Erst der Verkauf des Gemäldes in der ZDF-Sendung "Bares für Rares" ebnete den Weg.

Dr. Jutta Götzmann, Museumsdirektorin, und Markus Wicke, Vorsitzender des Fördervereins des Potsdam Museums. Rechts das Bild von Max Koch.
Dr. Jutta Götzmann, Museumsdirektorin, und Markus Wicke, Vorsitzender des Fördervereins des Potsdam Museums. Rechts das Bild von...Foto: Varvara Smirnova

Potsdam - Im Januar wurde das Bild in der beliebten ZDF-Sendung "Bares für Rares" an einen Händler aus Wiesbaden verkauft, künftig hängt es frisch restauriert im Potsdam Museum: Das Gemälde "Kellertorbrücke im Herbst" von Max Koch wurde am Montag von Markus Wicke, Chef des Museumsfördervereins, an Museumsdirektorin Jutta Götzmann übergeben. Viele Spenden hätten Kauf und Restaurierung möglich gemacht, so Wicke.

Unter den Mäzenen war auch Max Kochs schwedische Urenkelin Anna Öhmann. Auch das Gemälde "Glienicke bei Kladow" (oben im Bild links zu sehen) des Impressionisten Paul Lehmann-Brauns konnte der Verein ankaufen und restaurieren lassen.

Das Bild wurde von Manuela Göske-Krajnc und Sabine Baehr (r.) angeboten. 
Das Bild wurde von Manuela Göske-Krajnc und Sabine Baehr (r.) angeboten. Foto:Screenshot ZDF

Max Koch malte Potsdam und Berlin

Der deutsche Historienmaler Max Friedrich Koch, so sein vollständiger Name, lebte von 1859 bis 1930 in Berlin und Potsdam. Er stammte aus einer angesehen Malerfamilie und schuf viele Bilder mit Berliner und Potsdamer Motiven. 

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Das Bild, das nun an das Potsdam Museum übergeben wurde, ist etwa 50 mal 35 Zentimeter groß, 1917 entstanden und zeigt die historische und im Krieg zerstörte Kellertorbrücke über den Kanal. Heute endet an dieser Stelle das bislang einzige geflutete Teilstück des Stadtkanals. Der Blick geht vom Wasser aus stadteinwärts. 

Max Koch muss beim Malen in seinem Hausboot, das er für genau solche Zwecke besaß, gesessen haben, sagte Wicke nach der ZDF-Sendung. Die hohen Laubbäume an den Seiten des Kanals sind herbstlich gefärbt. Die feurig-orangen Laubkronen verdecken sogar den Himmel und es sieht aus, als würde er in Flammen stehen. Die kräftigen Farben spiegeln sich wiederum im Wasser. „Max Koch war ein großer Lichtmaler“, sagte Wicke. 

Bild lag in Mülltüten auf dem Schrank

 "Mit der ‚Kellertorbrücke im Herbst‘ erweitert sich unser Kunstbestand auf insgesamt acht Gemälde von Max Koch, der besonders das Areal um die Alte und Neue Fahrt in Potsdam bildkünstlerisch verarbeitet hat“, sagte Museums-Direktorin Götzmann.  

Das Bild von Max Koch zeigt die Potsdamer Kellertorbrücke und wurde in der TV-Sendung „Bares für Rares“ angeboten. 
Das Bild von Max Koch zeigt die Potsdamer Kellertorbrücke und wurde in der TV-Sendung „Bares für Rares“ angeboten. Foto: David Suppes

Ehe Sabine Baehr das Bild in der ZDF-Sendung gemeinsam mit ihrer Tochter anbot, lag das Gemälde jahrelang in Mülltüten verpackt auf einem Schrank. Für 1650 Euro verkauften sie es an den Wiesbadener Händler David Suppes. Schließlich erwarb der Museumsförderverein das Bild für 2500 Euro.


Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.