• Gas im Staudenhof bleibt noch abgedreht

Potsdam : Gas im Staudenhof bleibt noch abgedreht

Im Staudenhof in Potsdam gibt es weiterhin kein Gas zum Kochen. Eine umfassende Dichtheitsprüfung steht noch aus. Zudem wird ein Bericht dementiert, laut dem das Leck absichtlich verursacht wurde.

Feuerwehreinsatz am Staudenhof in der Potsdamer Innenstadt am 24. Mai 2019.
Feuerwehreinsatz am Staudenhof in der Potsdamer Innenstadt am 24. Mai 2019.Foto: Helena Davenport

Potsdam - Nach dem gefährlichen Gasleck im Wohnblock Staudenhof am Alten Markt ist noch nicht absehbar, wann es in den mehr als 180 Wohnungen des Hauses wieder Kochgas gibt. Das sagte eine Sprecherin der zuständigen kommunalen Wohnungsbauholding Pro Potsdam am Dienstagnachmittag auf PNN-Anfrage. In allen Wohnungen müsse zunächst eine sogenannte Dichtheitsprüfung erfolgen, um eine Gefahr durch austretendes Gas auszuschließen. Dafür habe man eine externe Firma beauftragt. Wie lang das dauert, könne man aktuell nicht sagen, hieß es.

Ursachenforschung läuft noch

Am vergangenen Freitagvormittag waren die Bewohner des sanierungsbedürftigen Wohnblocks evakuiert worden, weil starker Gasgeruch auftreten war und laut Feuerwehr auch Explosionsgefahr bestand. In der Folge war das Gas zum Kochen abgestellt worden. Die Pro Potsdam-Sprecherin dementierte ausdrücklich den Bericht des Senders Potsdam TV, der am Dienstag unter Berufung auf eine Anwohnerin meldete, das Gasleck in einer leeren Wohnung sei offenbar absichtlich verursacht worden. Richtig sei, dass die Ursachenforschung in dem Fall noch laufe und es noch keine Strafanzeige bei der Polizei gestellt sei, so die Sprecherin.

Mieter beklagen Informationspolitik

Eine Anwohnerin hatte den PNN am Dienstag auch erklärt, der Informationsfluss an die Mieter sei dürftig und es seien viel zu wenige Ersatzkochplatten zur Verfügung gestellt worden. Die Pro-Potsdam-Sprecherin sagte, man wolle nun mit einem zweiten Schreiben die Anwohner nochmals informieren und biete auf Anfrage auch Hilfe an. Offizielle Beschwerden seien bisher nicht bekannt, so die Sprecherin. Am Hauseingang jedoch hängt ein Zettel, in dem ein Mieter dazu aufruft, bei der Pro Potsdam Mietminderung wegen des Gasausfalls zu beantragen.