• Garnisonkirchenstiftung stimmt Vereinbarung zu: Potsdamer Rechenzentrum bis 2023 gesichert

Garnisonkirchenstiftung stimmt Vereinbarung zu : Potsdamer Rechenzentrum bis 2023 gesichert

Klarheit für Künstler und Kreative im Rechenzentrum. Die Stiftung Garnisonkirche hat der Vereinbarung zur Weiternutzung des Gebäudes bis 2023 zugestimmt. Bis dahin soll ein dauerhafter Ersatz geschaffen werden.

Potsdam - Die Zukunft des Rechenzentrums in der Breiten Straße als Kreativhaus ist für die nächsten fünf Jahre gesichert. Das Kuratorium der Stiftung habe einstimmig dem mit der Stadt ausgehandelten und von den Stadtverordneten beschlossenen Kompromiss zugestimmt, teilte die Stiftung für den Wiederaufbau der Garnisonkirche am Mittwoch mit. „Der Unterzeichnung der Vereinbarung durch den Vorstand hat das Kuratorium zugestimmt“, so Kommunikationsvorstand Wieland Eschenburg.

Für die Nutzer des Rechenzentrums bedeute diese Vereinbarung Planungssicherheit bis zum 31. Dezember 2023. Für die Stiftung Garnisonkirche bedeute die Vereinbarung Klarheit über den verbindlichen Zeitpunkt des Endes der temporären Nutzung ihrer Flächen durch das Rechenzentrum. Man begrüße die Selbstverpflichtung der Stadt, innerhalb des definierten Zeitraums einen bezugsfertigen und dauerhaften Standort für die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Mitte Potsdams zu schaffen.

Die Stadtverordneten hatten den entsprechenden Beschluss Anfang Juni mehrheitlich gefasst. Der laufende Nutzungsvertrag für das Gebäude, das teilweise auf einem Grundstück der Stiftung steht, wäre Ende August ausgelaufen. Für einen Ersatzbau auf dem Standort Langer Stall/Feuerwache soll zunächst eine Machbarkeitsstudie für 60000 Euro erstellt werden. 2020 soll die Objektplanung beginnen, ab Anfang 2022 könnte gebaut werden. Dann könnte ein Alternativstandort bezugsfertig sein, wenn das Rechenzentrum Ende 2023 schließt. Die bis dahin anfallenden Mehrkosten, etwa für eine Brandschutzsanierung, sollen aus dem Stadthaushalt bezahlt werden.

Das Gebäude selbst soll ein privater Investor oder ein Mäzen errichten. Beim Verkauf der nötigen Fläche will man auf eine Ausschreibung zum Höchstgebot verzichten - daher sei mit „einer geringeren Einnahme“ im kommunalen Treuhandvermögen zur Potsdamer Mitte zu rechnen.

 

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