• Fünf Jahre Klimaabkommen: Fridays for Future veranstaltet Mahnwache in Potsdam

Fünf Jahre Klimaabkommen : Fridays for Future veranstaltet Mahnwache in Potsdam

Am 12. Dezember 2015 wurde das Pariser Klimaabkommen verabschiedet. Fünf Jahre danach fordern die Aktivisten von Fridays von Future die Einhaltung der Klimaschutzziele ein - auch in Potsdam.

Rund 1000 Menschen kamen im September zur Klimademonstration in Potsdam.
Rund 1000 Menschen kamen im September zur Klimademonstration in Potsdam.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Am Samstag vor fünf Jahren wurde das Pariser Klimaabkommen beschlossen. Die Klimaaktivisten von Fridays for Future nehmen dieses historische Ereignis zum Anlass, um weltweit mit Aktionen auf entschiedenes Handeln im Kampf gegen den Klimawandel zu drängen.

Die Potsdamer Ortsgruppe lädt am Freitag (11.12.) um 18 Uhr zu einer coronakonformen Mahnwache vor dem Potsdamer Filmmuseum ein. Dort soll mit Kerzen aus nachhaltiger Herstellung der Schriftzug #FightFor1Point5 gebildet werden. "Wir möchten damit auf das Ziel, die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, aufmerksam machen", heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Die Mahnwache soll vor dem Filmmuseum stattfinden.  
Die Mahnwache soll vor dem Filmmuseum stattfinden.  Foto: Ottmar Winter PNN

Der Bundesregierung werfen die Klimaaktivisten vor, in den vergangenen fünf Jahren keine wirksamen Schritte gegen den Klimawandel unternommen zu haben. "Statt Deutschland klimafreundlich zu gestalten, wird ein Kohleeinstiegsgesetz verabschiedet, werden weitere Hürden für die Windkraft aufgestellt und Wälder für Autobahnen abgeholzt", so die Potsdamer Ortsgruppe. Am Freitag hatte Fridays for Future auf dem Platz der Einheit gegen die mittlerweile abgeschlossenen Rodungen im Dannenröder Forst für den Weiterbau der Autobahn 49 in Hessen demonstriert.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: "Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, dass die Regierung durchaus in der Lage ist, schnell und durchgreifend zu handeln, wenn es notwendig ist. Dem Klima sollte nicht weniger Beachtung zuteil werden."

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Weltklimagipfel auf November 2021 verschoben

In dem Klimaabkommen hatten sich die Vertragspartner unter anderem darauf verständigt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, da dies die Risiken und Folgen des Klimawandels deutlich vermindern würde. Die bisher zugesagten Klimaschutzmaßnahmen der Länder reichen aber nicht aus, um dieses Ziel zu erreichen. 

Daher sind die Unterzeichner des Abkommens aufgefordert, bei einer Online-Konferenz am Samstag weitere Schritte zu verkünden, um den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid stärker und schneller einzudämmen. Laut eines aktuellen Berichts des UN-Umweltprogramms Unep droht der Welt eine Erwärmung um drei Grad bis zum Ende des Jahrhunderts.

Die von der UN und Großbritannien ausgerichtete digitale Konferenz ist ein Zwischenschritt hin zum UN-Weltklimagipfel im November 2021 im schottischen Glasgow. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Gipfel um ein Jahr verschoben. 


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