• Fridays for future: Klima-Protestcamp am Landtag in Potsdam geplant

Fridays for future : Klima-Protestcamp am Landtag in Potsdam geplant

Kurz vor der Landtagswahl in Brandenburg wollen Klimaaktivisten ein einwöchiges Dauercamp in Potsdam einrichten. Zum Abschluss ist eine große Demo und ein "musikalisches Highlight" geplant

Carsten Holm
Am 15. März demonstrierten rund 1800 Schüler am Landtag für eine bessere Klimapolitik.
Am 15. März demonstrierten rund 1800 Schüler am Landtag für eine bessere Klimapolitik.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Am Landtag veranstaltet die Potsdamer Gruppe von Fridays for Future ab Montag, dem 26. August,  ein einwöchiges Protestcamp unter dem Hashtag #CCP19. Anlass ist die bevorstehende Landtagswahl. In der Woche können sich Schüler und Studierende in Workshops weiterbilden sowie an zahlreichen Aktionen teilnehmen. Die Potsdamer Gruppe hat keinen Dauerstreik geplant, abgesehen vom Freitag wollen die Schüler ihre Schulen regulär besuchen. Man wolle zeigen, dass „die Schule ein wesentlicher Bestandteil unserer Zukunft“ ist, heißt es in einer Presseerklärung. Fridays for future setze sich „nur ungern den Konsequenzen von verpasster Schulbildung aus“, sehe „dies aber als letzte Möglichkeit, unseren Standpunkt überzeugend zu vertreten“.

Am Freitag, dem 30. August, soll als Höhepunkt der Campwoche eine Großveranstaltung mit einem musikalischen Highlight stattfinden. An diesem Tag werden Schüler in Potsdam und in weiteren Orten Brandenburgs und Sachsens anlässlich der Landtagswahlen auf die Straße gehen, um klar zu machen, dass auch in diesen Ländern noch deutlich mehr für den Klimaschutz getan werden müsse. Die Landesregierungen, heißt es, stünden in der Verantwortung, den Erhalt von Umwelt und Natur als eine der höchsten Prioritäten ihrer beginnenden Legislaturperiode zu setzen.

Auch in Potsdam beteiligten sich schon in der Vergangenheit viele Schüler an den Protesten. So streikten am 15. März mehr als 1800 junge Menschen vor dem Landtag, bei einer „Potsdam for Future“- Demo am 31. März beteiligten sich über 2500 Menschen aller Altersklassen. Für den 30. August rechnet die Bewegung mit 2000 Teilnehmern, im Camp werden mehr als 50 dauerhafte Gäste und vielen Tagesgäste erwartet, die an Workshops und anderen Aktionen teilnehmen können.