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"Fridays for Future"-Aktion : Tausende protestieren in Potsdam für mehr Klimaschutz

Die "Fridays for Future"-Bewegung hat am Freitag zu einem weltweiten Klimastreik aufgerufen. An der Demonstration in Potsdam nahmen auch Wissenschaftler teil.

Henri Kramer
Etwa 2600 Menschen nahmen an der Aktion teil.
Etwa 2600 Menschen nahmen an der Aktion teil.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Kurz vor der Bundestagswahl sind am Freitag auch in der Potsdamer Innenstadt die zumeist jungen Anhänger der "Fridays for Future"-Bewegung für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Die Veranstalter sprachen am Freitag von rund 2600 Menschen bei dem Zug durch das Zentrum der brandenburgischen Landeshauptstadt. 

Auch Wissenschaftler der Potsdamer Forschungsinstitute PIK und IASS beteiligten sich an den Klimaprotesten, ebenso Kirchenvertreter - darunter auch der Bischof der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian Stäblein. In Brandenburg hätten an 21 Orten insgesamt rund 6000 Menschen an den Protesten teilgenommen, hieß es.

"Alle wissen Bescheid. Wir müssen handeln", sagte Stäblein zum Auftakt in Potsdam und betonte, das laute, drängende und friedliche Engagement mache Hoffnung. Es sei ungerecht und unsozial, wenn Menschen auf Kosten anderer die Erde verbrauchen. „Das muss endlich in die Köpfe: Wir haben nur diese Welt, wir haben nur diese Schöpfung“, sagte der Bischof.

Am Freitagmittag begann die Demonstration in der Potsdamer Innenstadt.
Am Freitagmittag begann die Demonstration in der Potsdamer Innenstadt.Foto: dpa

Es sei wichtig, vor der Wahl noch einmal laut zu sein, hieß es vor der Veranstaltung von den Potsdamer Organisatoren in sozialen Netzwerken wie Twitter weiter: „Die nächste Bundesregierung hat die letzte Chance, die Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen.“ Teilnehmer sollten auch Freunde und Bekannte zu den Protesten animieren, appellierten die Veranstalter.

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Schon mehrfach hatte die weltweit aktive Jugendbewegung auch in Potsdam tausende Demonstranten mobilisieren können. Insofern rechnet die Polizei zwischen 12 und 18 Uhr mit Verkehrsbeeinträchtigungen in der Innenstadt – unter anderem verläuft die Demoroute über die Hegelallee und die Schopenhauerstraße. Der Verkehr könnte also „kurzfristig eingeschränkt werden“, sagte ein Polizeisprecherin auf PNN-Anfrage. (mit epd/dpa)

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