• Fraktionsübergreifende Initiative: Bekommt Potsdam kostenlose Periodenprodukte in öffentlichen Gebäuden?

Fraktionsübergreifende Initiative : Bekommt Potsdam kostenlose Periodenprodukte in öffentlichen Gebäuden?

In Potsdam könnte es bald kostenlose Hygieneprodukte in weiterführenden Schulen, Schwimmbädern und anderen öffentlichen Gebäuden geben. Die Chancen dafür stehen gut.

In Potsdams weiterführenden Schulen, Schwimmbädern oder Nachbarschaftshäusern sollen Hygieneprodukte kostenfrei zur Verfügung gestellt werden, wird gefordert.
In Potsdams weiterführenden Schulen, Schwimmbädern oder Nachbarschaftshäusern sollen Hygieneprodukte kostenfrei zur Verfügung...Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Potsdam - In Potsdam sollen bald Periodenprodukte in mindestens 25 öffentlichen Gebäuden kostenlos zur Verfügung stehen. Ein entsprechender Antrag wird in die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Getragen wird er von der Fraktion Die Andere, den Fraktionen von Linken, SPD und Grünen sowie von der Stadtverordneten Bettina Franke (Die Partei). Da die Fraktionen über eine satte Mehrheit verfügen, dürften die Chancen gut stehen.

Nachhaltige Produkte in Bioqualität gefordert

Dem Antrag zufolge würden entsprechende Spender in weiterführenden Schulen, Jugendclubs, Beratungsstellen, Verwaltungsgebäuden, Schwimmbädern, Sportanlagen sowie Nachbarschafts- und Begegnungshäusern in Sanitärräumen angebracht. Die Stadt soll die Periodenprodukte einkaufen und auf Nachhaltigkeit und Bioqualität achten. Nach einem Jahr soll die Nutzung evaluiert werden.

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Zur Begründung heißt es, Initiativen zur kostenlosen Bereitstellung von Menstruationsartikeln werden in mehreren Städten wie Dresden und Hamm bereits umgesetzt. „Frauen sind auf Periodenprodukte angewiesen“, heißt es weiter. Stünden sie nicht zur Verfügung, könne dies die Teilhabe am öffentlichen und sozialen Leben einschränken. 

Da sich die Menstruation nicht planen lasse, könne es zu unangenehmen Situationen kommen, wenn eigene Hygieneartikel nicht zur Hand sind. „Mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf Damenhygieneprodukte wurde ein erster Schritt getan“, so Sascha Krämer (Linke). Dennoch sollte Potsdam ein System der kostenlosen Verteilung vorhalten.

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