• Fördermittel bewilligt: Garnisonkirche: Bund bewilligt zwölf Millionen Euro für Wiederaufbau

Fördermittel bewilligt : Garnisonkirche: Bund bewilligt zwölf Millionen Euro für Wiederaufbau

Der Bund hat den Wiederaufbau der Garnisonkirche als Projekt mit nationaler Bedeutung eingestuft. Damit ist der Weg frei für Fördergelder in Millionenhöhe.

Alexander Fröhlich
Wo sollen die Kreativen aus dem Rechenzentrum nach Abriss des Gebäudes unterkommen?
Wo sollen die Kreativen aus dem Rechenzentrum nach Abriss des Gebäudes unterkommen?Foto: Andreas Klaer

Potsdam/Wiesbaden - Der Bund hat die Förderung in Höhe von zwölf Millionen Euro für den Wiederaufbau der Garnisonkirche bewilligt. Das sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Mittwochabend am Rande der Verleihung des Kinoprogrammpreises den PNN. Die Prüfung der Anträge sei inzwischen abgeschlossen. Grund für die Verzögerungen seien Unterlagen, die die Wiederaufbaustiftung habe nachreichen müssen. Mit dem Abschluss der Prüfung und dem positiven Bescheid war seit Wochen gerechnet worden. Die Entscheidung, den Wiederaufbau als Projekt von nationaler Bedeutung einzustufen und zu fördern, kommt rechtzeitig zum Baustart, der am Sonntag gefeiert werden soll. Die Mittel des Bundes sollen ab Anfang 2018 auf Anforderung der Aufbaustiftung ausgezahlt werden. Die Gelder müssen jeweils binnen sechs Wochen für fällige Zahlungen ausgegeben werden. 

"Blamables Scheitern der Geschichtsaufarbeitung"?

Grütters’ Sprecher reagierte am Mittwoch auf Forderungen nach einer neuen Bundestagsdebatte über das Projekt. Der Haushaltsausschuss habe die Mittel bereits zu Jahresbeginn formal zur Verfügung gestellt und die Kulturstaatsministerin mit der Umsetzung der Fördermaßnahme beauftragt, sagte er. Der Bundestag hatte die Förderung bereits vor einiger Zeit beschlossen. Die evangelische Martin-Niemöller-Stiftung rief Grütters am Mittwoch dazu auf, die Förder-Entscheidung auszusetzen. Es sei ein „blamables Scheitern der Geschichtsaufarbeitung“ zu befürchten. Der neue Bundestag müsse vor Auszahlung der Mittel daran beteiligt werden, „wie an dieser Stelle deutsche Geschichte dargestellt wird“, erklärte die Niemöller-Stiftung. (mit epd)

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